Start Aktuelles Fukushima aktuell: Kranausfall stoppt Bergungsarbeiten von Brennelementen

Fukushima aktuell: Kranausfall stoppt Bergungsarbeiten von Brennelementen

3129
0
TEILEN
Artikelbild - Fukushima-Reaktor 4 vor der Brennelemente-Bergung am 27. November 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Künftige Bergung geschmolzener Brennelemente bereitet Kopfschmerzen (Symbolfoto: TEPCO)

Wie im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima heute berichtet wird, gab es nicht nur Fehler bei der Strahlungsberechnung der Kraftwerksarbeiter und anhaltende Probleme an Ventilen, sondern auch eine Störung bei der Bergung der Brennelemente.

Alle Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. März 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Störung eines Krans vor Brennelementebergung
  • TEPCO unterschätzte Strahlungsbelastung von 142 Fukushima-Arbeitern

Störung eines Krans vor Brennelementebergung: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am heutigen Mittwoch meldete, kam es gegen 9:30 Uhr bei den Vorbereitungen zur Bergung eines Behälters mit Brennelementen zu einer Störung.

Der Brückenkran setzte, bevor der Transferbehälter mit 22 Brennelementen angehoben werden konnte, aus bislang unbekannter Ursache aus. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls brachten Angestellte gerade einen Haken am Kran an.

TEPCO betonte, der Behälter sei zu diesem Punkt noch nicht angehoben worden und es bestehe keine Gefährdung durch Radioaktivität für die Arbeiter.

Fukushima-Reaktor 4: Blick ins Lagerbecken am 18. November 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 4: Probleme bei Brennelemente-Bergung (Symbolfoto: TEPCO)

Weder an der Temperatur, noch dem Betrieb des Kühlsystems, habe es signifikante Abweichungen gegeben.

Der Start der Bergung der Brennelemente aus Reaktor 4, im November 2013, war als wichtiger Schritt zur Stilllegung des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi begrüßt worden.

Bislang (Stand 24. März 2014) sind 528 der 1533 Brennelemente geborgen. In der Gesamtmenge von 1.533 entfallen 1.331 auf abgebrannte und 202 auf neue Brennelemente.

Bei den bislang geborgenen Exemplaren handelt es sich um 506 abgebrannte und 122 neue Brennelemente. Neben Kraftwerksbetreiber TEPCO berichtete auch die NHK.

TEPCO unterschätzte Strahlungsbelastung von 142 Fukushima-Arbeitern: Wie das Gesundheitsministerium am gestrigen Dienstag mitteilte, hat der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi in 142 Fällen, die inkorporierte Strahlungsdosis von Arbeitern, die zwischen März und April 2011 beschäftigt waren, unterschätzt.

Schulung zur Messung von Strahlung und Dekontamination eines Patienten (Foto: TEPCO)
Schulung zur Messung von Strahlung und Dekontamination eines Patienten (Foto: TEPCO)

Insgesamt drei Arbeiter überschritten aufgrund der Korrekturen den zulässigen Jahreshöchstwert von 50 Millisievert.

In einem Fall musste der bisherige Messwert von 90,27 Millisievert um 89,83 Millisievert erhöht werden, so dass beim betroffenen Arbeiter nun eine inkorporierte Belastung von 180,10 Millisievert vorliegt.

Der Angestellte arbeitete weiter an Atomanlagen, da TEPCO von einer geringeren Belastung ausging. Durchschnittlich wurde eine Korrektur um 5,86 Millisievert nach oben erforderlich .

Lediglich 24 der Arbeiter, deren Werte nach oben korrigiert werden mussten, waren bei TEPCO angestellt, die Mehrheit von 118 waren Partnerunternehmen zugehörig.

Die jetzt erfolgten Untersuchungen der Aufzeichnungen von 1.536 der insgesamt 7.529  Personen, die im oben genannten Zeitraum am AKW Fukushima Daiichi war erforderlich geworden, nachdem Ende Januar die Verwendung ungeeigneter Beurteilungsmethoden von TEPCO, etwa bei Personen die Jodtabletten eingenommen hatten, entdeckt wurde.

Das Gesundheitsministerium wies den Kraftwerksbetreiber an, die Gesundheit der Beschäftigten genau nach Vorschrift zu überwachen. Das berichtete die Asahi Shimbun.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here