Start Aktuelles Fukushima aktuell: Kühlsystem von Abklingbecken zeitweise ausgefallen

Fukushima aktuell: Kühlsystem von Abklingbecken zeitweise ausgefallen

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Fukushima-Reaktor 3: Blick in das Abklingbecken am 16. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Blick in das Abklingbecken am 16. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)

Die Woche startet am AKW Fukushima heute mit technischen Problemen. Wie weitere Fukushima News zeigen, haben Teile der gleichnamigen Präfektur nun ein Schneeproblem.

Einzelheiten zu den aktuellen Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. November 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Zeitweiser Ausfall der Hauptpumpe eines Kühlsystems an Reaktor 3
  • Schwere Schneefälle in der Präfektur Fukushima
  • Dreharbeiten für Fukushima-Berichterstattung
Zeitweiser Ausfall der Hauptpumpe eines Kühlsystems an Reaktor 3

Während für das kommende Jahr die Bergung von Brennelementen aus dem Abklingbecken von Reaktor 3 vorbereitet wird, musste der Kraftwerksbetreiber TEPCO heute einen Zwischenfall bei der Kühlung des Beckens melden.

Am heutigen Montag stoppte gegen 9:41 Uhr (Ortszeit) aus zunächst unbekanntem Grund die Hauptpumpe des Zirkulationssystems, das durch den Wasserkreislauf zur Kühlung der Brennelemente beiträgt.

TEPCO geht mittlerweile davon aus, dass es bei Arbeiten an einem Ventil versehentlich zu einem Kontakt kam, der dann zum Stopp der Pumpe führte. Eine Kontrolle ergab keine Schäden oder Fehler an beiden Vorrichtungen.

Daher wurde um 11:34 Uhr (Ortszeit) die Pumpe wieder in Betrieb genommen. Die Wassertemperatur, der Wasserpegel und auch die Strahlungsmessungen wiesen keine signifikanten Abweichungen auf. Das berichtet der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Zuletzt hatte TEPCO den Medien einen Einblick in die die Arbeiten an Reaktor 3 ermöglicht.

Schwere Schneefälle in der Präfektur Fukushima

Am Wochenende kam es zu plötzlichen schweren Schneefällen in einigen Regionen der Präfektur Fukushima. Da die niedrigen Temperaturen durch den Einfluss wintertypischer Wetterfaktoren verstärkt wurden, wurde die Entwicklung von Schneefall begünstigt.

Präf. Fukushima: Schnee in Inawashiro (Foto: Copyright by Ai Kon)
Präf. Fukushima: Schnee in Inawashiro (Foto: Copyright by Ai Kon)

So kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag vor allem im nördlichen Bereich der Region Aizu zu heftigen Schneefällen.

Der örtlichen Wetterbehörde zufolge wurde am Samstagmorgen in Inawashiro ein historischer Rekord von 60 Zentimetern Schnee erreicht.

Der bisherige Rekord für die Stadt stammt aus dem Jahr 1995 und lag bei 35 Zentimetern.

Die Einwohner von Inawashiro wurden von dem heftigen Schneefall überrascht und verbrachten einen Großteil ihrer Zeit mit Räumarbeiten. In der Stadt Koriyama, die etwa 30 Minuten Fahrzeit entfernt liegt, blieb es dagegen schneefrei.

Über dieses überraschende Wetterereignis berichteten Präfekturmedien, sowie unsere Quellen vor Ort.

Dreharbeiten für Fukushima-Berichterstattung

Bereits Ende vergangener Woche berichtete das Lokalfernsehen über den Besuch von Filmteams der BBC, die in der Präfektur Fukushima aktuelle Informationen über die Situation in der einstigen Sperrgebietsgemeinde Namie sammelten.

Tatsächlich hat der Ort seit der Kraftwerkskrise 2011 bereits eine interessante Entwicklung hinter sich gebracht und dramatische Ereignisse erlebt.

Seitdem im März die Evakuierungsanordnung für Namie aufgehoben worden war, bemüht sich die Verwaltung um eine Steigerung der Rückkehrzahlen ehemaliger Bewohner, die im Zuge der AKW-Krise geflohen waren.

Im April diesen Jahres lieferte zunächst der Automobilhersteller Nissan mit dem Angebot der kostenlosen Nutzung von Elektroautos Schlagzeilen. Noch im selben Monat kam es erstmals in der Präfektur zur Umverlegung von Übergangshäusern.

Bereits im Folgemonat kam es zu Waldbränden im Gebiet von Namie und obwohl offiziell keine Verbreitung von radioaktivem Material bestätigt wurde, kursierten bald Falschmeldungen im Netz, so dass die Behörden mit der Bekämpfung von Fake News beschäftigt waren.

Es gibt also genug zu berichten über die Ortschaft und so bleibt zu hoffen, dass die Kollegen von der BBC eine sachliche Darstellung bieten werden. Über den Besuch in der Präfektur berichtete das Lokalfernsehen