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Fukushima aktuell: Lagertankbarriere nach Regenfällen übergelaufen

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Artikelbild - AKW Fukushima: Regenleck an Lagertankbereich G5 am 4. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Regenleck in Lagertankbereich G5 am 4. April 2014 (Foto: TEPCO)

Am frühen Freitagmorgen kam es auf dem Gelände des AKW Fukushima zur Überspülung mindestens einer Lagertankbarriere. Dies teilte der Betreiber in einem ersten Bericht mit und ergänzte im Verlauf des Tages diese Angaben.

Die Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 4. April 2014.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Lagertankbarriere am AKW Fukushima übergelaufen

Lagertankbarriere am AKW Fukushima übergelaufen: TEPCO-Angestellte meldeten am heutigen Freitag gegen 5:30 Uhr, dass es im Bereich G5 an einer der Barrieren, die sich um die Lagertankgruppen befinden, zum Überlaufen von Wasser gekommen sei.

Die Stelle, an der die Barriere überspült wurde, befindet sich um einen Lagertank herum, der südlich von Reaktor 4 steht.

Das Wasser gelangte zunächst über die innere, 25 Zentimeter hohe Barriere und drang dann offenbar vom unteren Bereich der äußeren Barriere von einem Meter Höhe ins Freie, da die Arbeiten an der äußeren Barriere noch nicht abgeschlossen waren.

TEPCO hatte Betonbarrieren um die einzelnen Lagertankbereiche angebracht, um im Fall von Schäden an einem Lagertank, den Austritt von radioaktivem Wasser in die Umwelt zu verhindern.

Bereits als Vorbereitung auf den Taifung Francisco im Oktober 2013, waren zumindest teilweise Lagertankbarrieren durch Metallplatten erhöht worden.

Nach Betreiberangaben ist die Ursache des Zwischenfalls in den schweren Regenfällen zu sehen, die sich dort ereignet hatten. Nach Angaben von TEPCO fielen in dem Bereich zwischen Donnerstagnacht und Freitagmorgen, allein in den ersten sechs Stunden 70 Millimeter an Niederschlag.

Für diese Einschätzung spreche zudem der Umstand, dass es an keinem der Lagertanks im Bereich G5 zu Füllhöhenschwankungen gekommen sei. In den dortigen Tanks wird Wasser eingelagert, das zuvor durch das ALPS-System gefiltert worden war.

Obwohl der Regen somit als wahrscheinlichster Grund identifiziert sei, habe man Wasserproben entnommen, jedoch nach deren Analyse keine Belastungen von radioaktivem Material über dem Nachweiswert entdeckt.

Als erste Maßnahme wies das Unternehmen die Kraftwerksarbeiter an, den Bereich durch Sandsäcke zu sichern. Nach dem anschließenden Einsatz durch Pumpfahrzeuge wurde der Wasseraustritt dort gegen 8:25 Uhr für beendet erklärt.

Bei Kontrollen wurde im weiteren Verlauf des Tages, auch an einer anderen Stelle das Überlaufen von Wasser aus einem abgegrenzten Bereich gemeldet. Dieser zweite Fund wurde im Bereich eines Lagertanks, nördlich von Reaktor 1 gemacht. Ob möglicherweise hier eine Kontamination vorliege, werde geprüft.

Das Unternehmen bemüht sich, das bereits angesammelte Regenwasser hinter den Barrieren in drei Tanks abzupumpen, um weitere Überschwemmungen aufgrund der Regenfälle zu verhindern.

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