Start Aktuelles Fukushima aktuell: Lagertanks für radioaktives Wasser werden dekontaminiert

Fukushima aktuell: Lagertanks für radioaktives Wasser werden dekontaminiert

Dekontamination demontierter Lagertanks angelaufen

360
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Demontage von Bolzentanks, veröffentlicht am 19. Juni 2015 (Video: TEPCO)
AKW Fukushima: Demontage von Bolzentanks, veröffentlicht am 19. Juni 2015 (Video: TEPCO)

Die alten Bolzentanks werden am AKW Fukushima heute nach Jahren erneut Thema. TEPCO hatte seinerzeit beschlossen, die unsicheren Behälter auszutauschen. Nun sind sie wieder Teil der Fukushima News.

Die Gründe hierfür finden sich im Spreadnews Japan-Ticker vom 15. Mai 2018.

Dekontaminationseinheit für Lagertanks in Betrieb gegangen

Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi startete gestern eine umfassende Dekontaminationsanlage, mit der die Einzelteile auseinandermontierter Lagertanks für radioaktives Wasser dekontaminiert werden können.

Die Anlage kann große Teilstücke zwischen zwei und fünf Tonnen dekontamineren. Dadurch wird die Strahlungsbelastung für Angestellte, die mit der Demontage und weiteren Schritten beauftragt sind, deutlich reduziert.

Nach Angaben von TEPCO konnte bereits jetzt die ursprüngliche radioaktive Belastung der Arbeiter von 47 Millisievert durch die Dekontamination auf ein fünftel dieses Werts gesenkt werden.

Zum Einsatz kommen dabei mehrere Roboterarme, die ein Schleifmittel versprühen und so die Oberfläche reinigen. Luftfilter verhindern, dass das auf diese Weise gelöste radioaktive Material in Bereiche außerhalb des Gebäudes gelangt

Hintergrund der Maßnahme ist der Austausch so genannter Bolzentanks gegen fest verschweißte Stahltanks. Die nur durch Bolzen und Dichtungsmaterial gesicherten Behälter hatten in der Vergangenheit mehrfach zu Großlecks von radioaktivem Wasser geführt.

Die Wiederverwendung gebrauchter Bolzentanks war seinerzeit umstritten, jedoch aufgrund der benötigten Kapazitäten und des Mangels an fertig verschweißten Tanks notwendig geworden.

Bislang wurden 210 Behälter ohne vorangehende Dekontamination auseinandermontiert, in Behälter gepackt und nun auf dem Gelände des Kernkraftwerks aufbewahrt. Sie sollen nun schrittweise nachträglich dekontaminiert werden.

Gemeinsam mit 130 Tanks, die TEPCO zunächst von radioaktivem Material befreien und dann zerlegen will, sollen die Teile dann in anderen Bereichen der AKW-Anlage eingelagert werden.  Das berichten Präfekturmedien.