Start Aktuelles Fukushima aktuell: Landesweite Hitzewelle belastet auch die Präfektur

Fukushima aktuell: Landesweite Hitzewelle belastet auch die Präfektur

Hitzebedingte Todesopfer und Hitzschläge sind auch in Fukushima zu verzeichnen

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Artikelbild - Präfektur Fukushima: Inawashiro-See im Jahr 2007 (Foto: pd)
Vielfach nur am Wasser erträglich: Die Hitzewelle in Japan (Symbolfoto: pd)

Als Land der aufgehenden Sonne hat Japan aktuell mit eben jenem Gestirn ein schwerwiegendes Problem, denn die Sommerhitze hält in Fukushima heute ebenso Rekordwerte, wie in anderen Teilen des Landes.

Einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen bieten die Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. Juli 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Japans Hitzewelle betrifft auch die Präfektur Fukushima
  • Angestellter am AKW Fukushima Daini erleidet Hitzschlag
Japans Hitzewelle betrifft auch die Präfektur Fukushima

Die Hitzewelle, die insbesondere in den Überflutungsgebieten in Westjapan die Arbeit der Helfer erschwert, hat auch weitere Teile des Landes im Griff. Neben der Metropolregion Tokyo gehört auch die Präfektur Fukushima zu den Gebieten mit Todesopfern.

Gegenwärtig sind allein in der Präfektur Fukushima etwa 700 Personen mit dem Verdacht auf Hitzschlag eingeliefert worden. Bislang wird von dort ein Todesfall gemeldet. (Stand: 22. Juli). Der Trend hält weiter an und macht teilweise sogar langfristige Klinikaufenthalte erforderlich.

So liegt die Zahl der Patienten nicht nur höher als im Vorjahr (478 Fälle) und vor zwei Jahren (219 Fälle), sondern überschreitet sogar den bisherigen Höchststand von 591 Fällen aus dem Hitze-Rekordjahr 2015.

Die Temperaturvorhersagen für die kommenden Tage liegen über 30°Celsius. Präfekturmedien berichteten über die Entwicklung in der Präfektur Fukushima.

Hintergrund

Die Zahl der Fälle von Patienten aufgrund der Hitze beläuft sich in ganz Japan derzeit auf mehr als 22.000. Zum jetzigen Zeitpunkt sind landesweit 65 Todesfälle zu beklagen.

Am gestrigen Montag wurde in Kumagaya nordwestlich von Tokyo, mit einer Temperatur von 41,1°Celsius der höchste jemals landesweit gemessene Wert seit Beginn der Aufzeichnungen registriert.

Die Hitzewelle hat aber auch soziale Folgen. So kam es auf der Online-Petitionsplattform Change.org zu einem Aufruf, der die Einführung von Klimanlagen in Schulen fordert, denn anders als Behörden, sind sie nicht standardmäßig mit diesen Geräten ausgestattet.

Angestellter am AKW Fukushima Daini erleidet Hitzschlag

Der Betreiber des AKW Fukushima Daini (F2) meldete den Fall des Angestellten eines Partnerunternehmens. Der Mann Mitte 20 war mit der Demontage eines Baugerüsts beschäftigt, bevor sich sein körperlicher Zustand verschlechterte. Es besteht der Verdacht eines Hitzschlags.

Anfang des Monats war ein Hitzschlag bei einem Arbeiter am AKW Fukushima Daini von der Betreiberfirma TEPCO öffentlich gemacht worden. Er war nach einem Brandschutz-Einsatz  zusammengebrochen.

Über den aktuellen Fall berichten derzeit nur Präfekturmedien und nicht der AKW-Betreiber, was ungewöhnlich ist. Zudem wurden keine genauen Zeitangaben gemacht, so dass es sich möglicherweise um den selben Zwischenfall in unterschiedlicher Schilderung handelt.