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Fukushima aktuell: Leck an Sperrventil eines Lagertanks

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Artikelbild - Fukushima-Lagertank: Erste Sicherung der Leckstelle am 9. September 2014 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Lagertank: Erste Sicherung der Leckstelle am 9. September 2014 (Foto: TEPCO)

Wenige Tage nach dem Ventilproblem eines ersten Lagertanks, meldet der Betreiber des AKW Fukushima heute erneut eine Leckstelle. Einzelheiten und weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. September 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Leck an Blindflansch eines Lagertankventils
  • TEPCO entschuldigt sich bei Hinterbliebenen des Suizidopfers

Leck an Blindflansch eines Lagertankventils: Am vergangenen Donnerstag berichteten wir an dieser Stelle über ein tropfendes Leck an einer Lagertankverbindung. Nun scheint es weitere Probleme an den Lagerbehältern für radioaktives Wasser zu geben.

Am heutigen Dienstag entdeckten Angestellte, dass tropfenweise Wasser vom Blindflansch des Sperrventils im Lagertankbereich D5 austrat. Das Wasser gelangte mit einer Geschwindigkeit von drei Tropfen pro Sekunde aus der Leckstelle, verblieb jedoch innerhalb des gesicherten Bereichs. Als erste Notfallmaßnahme wurde die Stelle mit einem Plastikbeutel gesichert.

Nach einem festen anziehen des Ventils wurde um 11:05 Uhr ein Ende des Wasseraustritts bestätigt. TEPCO kündigte zunächst an, die Menge des ausgetretenen Wassers zu ermitteln und Ursachenforschung zu betreiben. Später erklärte das Unternehmen, man gehe von etwa 0,7 Litern aus.

Der Bildflansch sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Verbindung zum Bereich D6 bieten.

TEPCO entschuldigt sich bei Hinterbliebenen des Suizidopfers: TEPCO, Betreiber des Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, hat sich bei den Hinterbliebenen von Hamako Watanabe für die Verantwortung des Unternehmens im Bezug auf die Selbsttötung entschuldigt.

Zuvor hatte ein Gericht den Elektrizitätsanbieter zu Entschädigungszahlungen verurteilt und der AKW-Betreiber angekündigt, das Urteil nicht anfechten, sondern sich mit der Familie einigen zu wollen. Nun besuchten hochrangige Vertreter des Unternehmens die Familie in der Ortschaft Kawamata.

Der Witwer erklärte, man danke für die Anteilnahme und die Aufrichtigkeit des Unternehmens, dies würde ihm seine Frau jedoch auch nicht mehr zurückbringen. Das berichtete die NHK. Frau Watanabe hatte nach Anpassungsschwierigkeiten aufgrund der Evakuierung bei einem zeitlich begrenzten Besuch in der Sperrzone Suizid begangen, indem sie sich mit Benzin übergoß und selbst anzündete.

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