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Fukushima aktuell: Leiche von Dekontaminationsarbeiter entdeckt

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Artikelbild - Fukushima: Dekontamination von Bäumen durch Hochdruckreiniger (Foto: Juni 2012, TEPCO)
Fukushima: Dekontamination von Bäumen durch Hochdruckreiniger (Foto: Juni 2012, TEPCO)

Der aus der Präfektur Fukushima heute berichtete Leichenfund wirft erneut ein schlechtes Licht auf die Dekontaminationsarbeiter vor Ort. Die Fukushima News im Bezug auf die Energiepolitik des Landes fallen dagegen positiver aus.

Einzelheiten zu den aktuellen Themen gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Mai 2016.

Unsere heutigen Themen:

  • Leiche von Dekontaminationsarbeiter entdeckt
  • Erstmals seit Fukushima-Krise keine Stromsparziele
  • Betastrahler-Anstieg in unterirdischem Lagertank

Leiche von Dekontaminationsarbeiter entdeckt: Am gestrigen Montag wurde bei Arbeiten auf dem Lagerplatz für Feststoffe eines Bauunternehmens in der Stadt Iwaki ein Leichenfund gemeldet.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich vermutlich um einen Angestellten, der nach einem Streit mit einem Mitarbeiter kurz vor Herbstanbruch 2015 spurlos verschwunden war.

Der Mann war damals mit Dekontaminationsarbeiten beschäftigt, bevor seine Familie ihn als vermisst meldete. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus und sprach bereits mit ersten Angestellten.

Über den Fund und die Ermittlungen berichteten Präfekturmedien. Der schlechte Ruf der Dekontaminationsarbeiter in der Bevölkerung dürfte durch derartige Ereignisse weiter leiden.

Auch fünf Jahre nach der Katastrophe werden die Arbeiter noch misstrauisch beäugt, wie auch die Aussagen von Bürgern in unserer Artikelserie „Stimmen aus Fukushima„.

Erstmals seit Fukushima-Krise keine Stromsparziele: Erstmals seit der Abschaltung der Mehrzahl der Kernkraftwerke, hat die Regierung keine Stromsparkampagne für den Sommer erklärt.

Am Freitag wurde auf einem Ministertreffen beschlossen, dass derartige Schritte nicht mehr erforderlich sind, da die gesichert und die Bürger ihr Verbrauchervehalten geändert hätten.

Insbesondere der bereits erfolgte Neustart einiger Reaktoren mache diese Maßnahme überflüssig. Das berichtete die Kyodo.

Betastrahler-Anstieg in unterirdischem Lagertank: Nachdem es im April zu erheblichen Schwankungen in der Konzentration radioaktiver Betastrahler an den Grundwassermessposten nahe unterirdischer Lagertanks gekommen war, schien wieder Ruhe einzukehren.

Doch am Freitag entnommene Wasserproben nahe Wassertank VI wiesen einen Anstieg von Werten unterhalb der Nachweisgrenze (8. April) auf nunmehr 1.000 Becquerel pro Liter auf. Daher wurde am Samstag eine weitere Probe entnommen.

Auch eine Vergleichskontrolle an einem Kontrollposten bestätigte den Anstieg. An anderer Stelle wurden keine Anomalitäten festgestellt. Man werde nun versuchen festzustellen, wie es zu dem Anstieg kommen konnte. Das berichtete Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Eine Kontrolle am Sonntag ergab zwar einen Rückgang auf 97 Becquerel pro Liter, allerdings blieb das Unternehmen bislang eine Erklärung für den Anstieg schuldig. Zum Wochenbeginn zeigten sich keine weiteren Auffälligkeiten.

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