Start Aktuelles Fukushima aktuell: Lobbyarbeit für regionale Produkte in der EU

Fukushima aktuell: Lobbyarbeit für regionale Produkte in der EU

Gespräche in Düsseldorf sollen Fukushima-Produktimporten helfen

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Artikelbild - Medienhafen Düsseldorf im Jahr 2007 (Foto: pd)
Düsseldorf: Veranstaltungsort der Gespräche über EU-Importe aus Fukushima (Foto: pd)

Den internationalen Markt haben Produkte aus Fukushima heute immer noch nicht erobern können, auch wenn beispielsweise dort produzierte Alkoholika in Japan wiederholt mit Qualitätspreisen ausgezeichnet wurden.

Den Wettbewerbsnachteil will man nun ändern und so berichten die heutigen Fukushima News von den Bemühungen, die Waren aus der Region auch in Europa populär zu machen und die Einfuhr zu erleichtern. Die Details gibt es im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Juli 2018.

Treffen europäischer Fukushima-Verbände in Düsseldorf

Am gestrigen Sonntag fand in Düsseldorf ein Treffen der Vertreter von vier europäischen Interessenverbänden statt, deren Mitglieder ursprünglich aus der Präfektur Fukushima stammten.

Gesprächsthema der Vereinigungen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden war unter anderem die Suche nach Möglichkeiten, die Europäische Union (EU) zur gänzlichen Aufhebung weiterer Importbeschränkungen zu bewegen.

Auch die Werbung für lokal produzierte Produkte aus der Region auf dem europäischen Markt wurde im Rahmen der Veranstaltung diskutiert. Es ist nicht nur das zweite Treffen dieser Art, sondern auch das erste Mal, dass es in Deutschland stattfand.

Im vergangenen Juni hatte das erste Treffen der vier Fukushima-Vereinigungen in den Niederlanden stattgefunden und es ist zu erwarten, dass weitere folgen werden. Über die Beratungen in Deutschlands „Japantown“ berichtete die jiji.

Hintergrund

Unmittelbar nach den Tohoku-Katastrophen 2011 verhängte die EU eine Reihe von Importbeschränkungen für Produkte aus mehreren japanischen Präfekturen und reagierte damit auf die Kernschmelzen auf Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.

Im Dezember vergangenen Jahres hob die EU die Importbeschränkungen teilweise auf – besteht jedoch bei einigen Produktgruppen, wie etwa aus der Fischerei, oder einzelnen Produkten – beispielsweise Sojabohnen – auf den Nachweis eines Strahlungszertifikats.