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Fukushima aktuell: Menge an kontaminiertem Grundwasser gesunken

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Artikelbild - AKW Fukushima: Überwachung des Grundwasser-Umleitungssystems am 21. Mai 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Überwachung des Grundwasser-Umleitungssystems am 21. Mai 2014 (Foto: TEPCO)

Während im Bezug auf das kontaminierte Grundwasser am AKW Fukushima heute von Erfolgen berichtet werden kann, ist die Entsorgung kontaminierten Arbeitsmaterials weiterhin ein Problem.

Diese und weitere Fukushima News gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 15. Dezember 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Einfluss von Grundwasser auf Reaktorgebäude verringert
  • Bekämpfung der unkontrollierten Entsorgung von Schutzkleidung
  • Entfernung von Atomlobby-Schriftzug angekündigt

Einfluss von Grundwasser auf Reaktorgebäude verringert: Die Menge an Grundwasser, die täglich in die Untergeschosse der Reaktorgebäude dringt und dort radioaktiv kontaminiert wird, ist offenbar aufgrund der Grundwasserverklappung gesunken.

Das geht aus Untersuchungsberichten vor, die auf einem Expertentreffen eines Komitees des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Wochenende vorgelegt wurden.

Demnach sei die tägliche Gesamtmenge von 300 Tonnen seit Beginn der Abpumparbeiten im September, kontinuierlich gesunken und liege seit Mitte Oktober konstant bei  200 Tonnen. Die Inbetriebnahme weiterer Grundwasserableitungen ist geplant.

Über die aktuellen Ergebnisse berichteten Präfekturmedien.

Bekämpfung der unkontrollierten Entsorgung von Schutzkleidung: Das Umweltministerium bestätigte am heutigen Dienstag, dass es in insgesamt fünf Städten und Ortschaften zur Entsorgung von Schutzkleidung in den Mülleimern der 24-Stunden-Läden (konbini) kam.

Man habe nun eine Aufklärungskampagne begonnen, die Angestellten von Dekontaminationsunternehmen das richtige Verhalten bei der Entsorgung von Atemschutzmasken und Handschuhen nahe bringen soll.

Die neuen Fälle wurden auf den Städten Fukushima und Iwaki, sowie den Ortschaften, Namie, Kawamata und Hirono gemeldet.

Während in Namie und Kawamata noch Dekontaminationsarbeiten durchgeführt werden, befinden sich in Gebieten von Iwaki und Hirono die Unterkünfte von Angestellten. Das berichten Präfekturmedien.

Die Unterbringung von Dekontaminationsarbeitern näher an ihrem Arbeitsplatz soll die Effektivität der Einsätze erhöhen.

Entfernung von Atomlobby-Schriftzug angekündigt: Wie die Gemeindeverwaltung Futaba mitteilte, will man ab dem 21. Dezember mit der Demontage von zwei großen Tafeln mit einem Werbeslogan für Atomenergie beginnen.

Im Anschluss sollen sie im Rahmen einer Gedenkstätte in Namie ausgestellt werden. Die Arbeiten an der ersten Tafel sollen bis zum 10. Januar andauern.

Die Schilder überspannen die Straße und ihr Schriftzug verspricht eine „strahlende Zukunft“ durch die Nutzung der Kernenergie. Die Schilder sollten im Zuge der Wiederaufbauarbeiten in der Gemeinde entsorgt werden.

Yuji Onuma, der als Grundschüler mit diesem Slogan einen Wettbewerb gewann, setzte sich für die Erhaltung der Schilder als „Mahnung vor der menschliche Dummheit“ ein. Er erreichte im Juni mit einer Petition für die Erhaltung des Atomenergie-Slogans mehr als 6.000 Unterschriften.

Die Gemeinde hatte als Grund für den Abriss der Werbetafeln den Alterungsprozess genannt. Es bestehe langfristig das Risiko, die Schilder könnten herabfallen und eine denkmaltypische Pflege wurde als zu kostenintensiv angesehen.

Die Erhaltung der Schilder abseits der Straße ist für die Aktivisten zumindest ein Teilerfolg. Über die Bekanntgabe der Demontage berichteten Präfekturmedien.

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