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Fukushima aktuell: METI wirbt für Endlagersuche

Präfekturen sollen Bürger von Atommüll-Endlagerung überzeugen

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Artikelbild - Karte potentieller Endlagerstandorte (Foto: Copyright by METI)
Karte potentieller Endlagerstandorte (Foto: Copyright by METI)

Die Endlagerung von Atommüll ist nicht zuletzt aufgrund der Katastrophe am AKW Fukushima, heute nach wie vor ein Thema, das auch Japan aktuell wieder verstärkt beschäftigt.

Unterdessen gab es einen kleineren Zwischenfall am AKW Fukushima Daiichi, dessen Hintergründe offenbar noch nicht gänzlich geklärt sind. Die jetzt bereits verfügbaren Informationen gibt es im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. September 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • METI wirbt für Endlagersuche
  • Wasserleck an Umkehrosmose-Anlage des AKW
METI wirbt für Endlagersuche

Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) hielt – erstmals seit der Veröffentlichung der Karte möglicher Endlagerstandorte im Juni – eine Veranstaltung in Tokyo ab, bei der Präfekturvertretern die Absichten näher erklärt wurden.

Bei den Plänen der Regierung geht es darum, ein Endlager für den stark radioaktiv belasteten Abfall aus Kernkraftwerken („Atommüll“) zu finden.

Der Vertreter des Industrieministeriums erläuterte die Wichtigkeit, noch vor Beginn der Bürgeranhörungen im nächsten Monat,  das Vertrauen der Bürger in die Maßnahme durch genaue Erklärungen gewinnen zu können. Das berichteten Präfekturmedien.

Wasserleck an Umkehrosmose-Anlage des AKW

Am heutigen Dienstag wurde gegen 17:34 Uhr ein Alarm ausgelöst, der auf eine Störung im Betrieb der Umkehrosmose-Anlage hinwies. Die Vorrichtung ist Teil der Filtermaßnahmen für kontaminiertes Wasser.

Als Sicherheitsmaßnahme wurde die Umkehrosmose-Einheit zwei Minuten später abgestellt und eine Kontrolle vor Ort veranlasst. Dabei entdeckten Angestellte gegen 17:48 Uhr eine Ansammlung von Wasser bis zu einer Höhe von drei Zentimetern.

Späteren Informationen des Kraftwerksbetreibers TEPCO zufolge, beläuft sich die Gesamtmenge an ausgetretenem Wasser auf 1,2 Kubikmeter.

Wie das Unternehmen mitteilte, war das Wasser zuvor bereits Filtermaßnahmen gegen Cäsium und Strontium unterzogen worden und die Wasserlache von 4m x 10m verblieb innerhalb der Betonbarriere, so dass kein Risiko für die Umwelt besteht.

Im Bezug auf die Ursache für die Wasserlache geht TEPCO derzeit davon aus, dass das Wasser aus dem Behälter, der als Auffangmöglichkeit an der Verbindungsleitung vorhanden war, in den Bereich der Barriere gelaufen war.

Die genaue Leckstelle, weitere Umstände und mögliche Gegenmaßnahmen muss der Betreiber aber noch ermitteln. Über den Zwischenfall berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.