Start Aktuelles Fukushima aktuell: Mietzuschüsse für Evakuierte sollen auslaufen

Fukushima aktuell: Mietzuschüsse für Evakuierte sollen auslaufen

1288
0
TEILEN
Artikelbild - Yen Geldscheine (Foto: pd)
Schlichtung zwischen dem Betreiber des Fukushima Daiichi und Evakuierten gescheitert (Symbolfoto: pd)

Die aus Fukushima heute gemeldete Entscheidung über die finanzielle Unterstützung von Evakuierten, könnte auch in Zukunft für weitere Schlagzeilen sorgen. Die weiteren Fukushima News zeigen dagegen den unbedingten Willen zu Sicherheit und Normalität.

Einzelheiten gibt es im Spreadnews Japan-Ticker vom 28. August 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Mietkostenübernahme für Evakuierte soll im März 2019 enden
  • Katastrophenübung in Fukushima
  • Kooperation zwischen Fukushima und Vietnam gewünscht
Mietkostenübernahme für Evakuierte soll im März 2019 enden

Wie die Präfekturverwaltung Fukushima am heutigen Montag mitteilte, soll die bisherige Kostenübernahme für Evakuierte aus fünf Gemeinden nun Ende März 2019 auslaufen. Als Begründung wurde der Fortschritt bei öffentlichem Wohnungsbau und Sozialwohnungen genannt.

Sollte es Evakuierten bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gelungen sein, eine neue Bleibe zu finden, so sei eine Verlängerung der Kostenübernahme im Rahmen von Sonderregelungen möglich.

Ob es sich dabei dann um Einzelfallentscheidungen, oder alternative Konzepte handeln wird, ging aus der Berichterstattung über die Entscheidung nicht hervor.

Die Regelung betrifft die alten Evakuierungsgebiete der Städte und Gemeinden Minamisoma, Kawamata und Kawauchi, sowie Katsurao, Iitate und 3.688 Wohnungen innerhalb und außerhalb der Präfektur, die privat angemietet wurden.

Über die Entscheidung berichteten Präfekturmedien.

Hintergrund

Die Einstellung von Finanzhilfen, insbesondere der Wegfall von Mietkostenübernahmen für die so genannten „freiwillig Evakuierten“, war in der Vergangenheit heiß diskutiert worden. Auch ist die Rückkehrbereitschaft trotz der Kürzung gering.

Ungeachtet der zugesagten Hilfe der Präfekturen nach dem Ende der staatlichen Unterstützung, bleibt das Thema sensibel.

Wie sensibel, zeigt ein Eklat des Ministers für Wiederaufbau vom April diesen Jahres. Er hatte die „freiwillig Evakuierten“ in einer Rede diskriminiert und sich anschließend zwar für seine Wortwahl entschuldigt, aber die Aussagen inhaltlich nicht zurückgenommen.

Sein Nachfolger entschuldigte sich für die Äußerungen.

Katastrophenübung in Fukushima

Im Rahmen einer gemeinsamen Übung trainierten Polizei, Feuerwehr und ein Teil der Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF), am Sonntag verschiedene Maßnahmen für den Fall einer Naturkatastrophe.

Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus den Tohoku-Katastrophen 2011, wurden die Rettung, Erstversorgung und Evakuierung von Menschen aus betroffenen Gebieten geübt.

Zu den 2.000 Teilnehmern gehörten neben den professionellen Kräften auch Zivilisten, die an den Übungen teilnahmen und beispielsweise den Gebrauch von Feuerlöschern und Wiederbelebungsmaßnahmen üben konnten.

Derartige Aktionen finden jährlich vor dem offiziellen „Tag des Katastrophenschutzes“ am 1. September statt. Es ist das erste Mal seit 2015, dass die Stadt Fukushima die Übungen in der Präfektur ausrichtet. Über die Aktion berichteten Präfekturmedien.

Kooperation zwischen Fukushima und Vietnam  gewünscht

Nach dem Deal der Präfektur Fukushima mit Malaysia, forderte Ende vergangener Woche der Gouverneur Masao Uchibori, auch die Regierung von Vietnam auf, Importe und Flugverbindungen aus seiner Präfektur stärker zu akzeptieren.

Bei einem Treffen in Hanoi erklärte Uchibori gegenüber der vietnamesischen Vize-Präsidentin Dang Thi Ngoc Thinh sein Anliegen und dankte für die Unterstützung durch Vietnam während der Tohoku-Katastrophen vom März 2011.

Es handelt sich um den ersten Besuch eines Gouverneurs der Präfektur Fukushima in dem südostasiatischen Land und auch wenn es eigentlich nur um Birnen und Flugverkehr ging, zeigte man sich bewusst harmonisch.

Über den Besuch berichteten mehrere japanische Medien, darunter die jiji.