Start Aktuelles Fukushima aktuell: Möglicher Hintergrund des Grundwasserabfalls ermittelt

Fukushima aktuell: Möglicher Hintergrund des Grundwasserabfalls ermittelt

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Artikelbild - AKW Fukushima: Ein Grundwasserkontrollposten am 16. Juli 2013 (Foto: Copyright by TEPCO)
AKW Fukushima: Ein Grundwasserkontrollposten am 16. Juli 2013 (Foto: Copyright by TEPCO)

Nach den jüngsten Aufregungen hat der Betreiber des AKW Fukushima heute neue Informationen zu einem Zwischenfall, der Anfang des Monats für Schlagzeilen gesorgt hatte.

In den aktuellen Fukushima News ist erneut die riskante Schwankung des Grundwasserpegels ein Thema. Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 11. August 2017.

Möglicher Hintergrund der plötzlichen Grundwasserschwankung

Nach dem plötzlichen Abfall des Grundwasserpegels an Grundwasserpostzen 51 des AKW Fukushima Daiichi blieb bislang ungeklärt, worauf der potentiell gefährliche Zwischenfall zurückzuführen ist. Daher wurde eine genauere Kontrolle vor Ort veranlasst.

Nachdem es zuletzt Kritik an der verspäteten Bekanntgabe durch TEPCO gegeben hatte, glaubt der Betreiber des Kraftwerks jetzt, die vermutliche Ursache gefunden zu haben.

Als es am 2. August gegen 18:30 Uhr zum Alarm kam, fanden zeitgleich Aushubarbeiten für einen weiteren Grundwasserposten in etwa 6,3 Metern Entfernung statt – eigentlich keine kritische Distanz für derartige Baumaßnahmen.

Im Rahmen der Arbeiten wurde der neue Posten mit niedrigerem Wasserstand über eine Verbindungsleitung mit dem später alarmierenden Kontrollposten verbunden. Die so geschaffene Strecke betrug 1,7 Meter.

TEPCO geht nun davon aus, dass es durch die Vibrationen bei den Arbeiten zu einer Verschiebung gekommnen war, so dass der Wasserstand absackte und auf einmal schätzungsweise 2,5 Tonnen Wasser in den neuen Brunnen und das umgebende Erdreich flossen.

Das habe im anderen Grundwasserposten zum plötzlichen Absinken des Wasserpegels um 2,2 Meter geführt und den Alarm ausgelöst. Das Unternehmen stoppte daraufhin alle weiteren Aushubarbeiten, um die genaue Ursache zu ermitteln.

Somit ist offenbar nicht wie vermutet, der so genannte „Eiswall“ als unterirdisch verlaufende Grundwasserbarriere aus künstlich gefrorenen Bodenschichten für das Ereignis verantwortlich.

Ausgehend von den neuen Erkenntnissen will der Elektrizitätsanbieter nun Präventivmaßnahmen entwickeln, um eine Wiederholung eines solchen Zwischenfalls effektiv entgegen wirken zu können. Das berichten Präfekturmedien.

TEPCO hatte bei dem Ereignis vom 2. August verspätet auf die Situation reagiert, da man einen derart schnellen Abfall des Pegels für unrealistisch hielt und von einem technischen Defekt ausgegangen war.

Durch eine Anpassung der heraufgepumpten Wassermenge aus den Posten um das Reaktorgebäude 4 konnte jedoch der befürchtete schwallartige Austritt von stark radioaktivem Abwasser aus den Untergeschossen verhindert werden.

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