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Fukushima aktuell: Möglicherweise alle Kunststofftanks unsicher

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Artikelbild - AKW Fukushima: Auffindesituation des Kunststofftanks am 13. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Auffindesituation des Kunststofftanks am 13. April 2014 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima, heute das Auftreten weiterer Probleme im Bezug auf die Kunststofftanks. Auch die Auswirkungen des Pumpzwischenfalls sorgen für Unsicherheit, auch wenn eine wahrscheinliche Ursache nun ausgemacht ist. Zumindest im Bezug auf die anderen Lagerbehälter gibt es jedoch auch positive Nachrichten.

Die Einzelheiten der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. April 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Möglicherweise alle Kunststofftanks unsicher
  • Leichte Pegelschwankung nach Pumpzwischenfall
  • Lüftungsversuch mögliche Ursache für Pumpzwischenfall
  • Transport von neuen Lagerbehältern an das AKW

Möglicherweise alle Kunststofftanks unsicher: Am Montag berichteten wir über eine Perforation eines Kunststoffbehälters auf dem Gelände des AKW Fukushima. Im Zuge des Lecks war eine Tonne radioaktives Wasser ausgetreten.

Nachdem der Kraftwerksbetreiber eine Verbindung zwischen dem Leck und dem Einsatz von schwerem Baugerät für möglich gehalten hatte, führte er einen Test mit einem Tieflöffelbagger und einem der Plastiktanks durch. Dabei entstand identischer Schaden, wie er auch an der Leckstelle festgestellt worden war.

TEPCO ordnete umgehend an, an keiner der 53 Tankgruppen schweres Gerät einzusetzten und auch die Verwendung der Kunstsoffbehälter einzustellen. Bereits gefüllte Behälter sollen nun mit Absperrungen gegen weiteren Wasseraustritt gesichert werden und der Inhalt gekennzeichnet werden.

Leichte Pegelschwankung nach Pumpzwischenfall: Nachdem durch den ungeplanten Einsatz von vier Pumpen, Gebäude der Abfallbeseitigungsanlage mit radioaktivem Wasser geflutet worden war, hatte das Unternehmen dort Wasserstandsanzeiger angebracht um den Pegelstand kontrollieren zu können.

Nun meldet TEPCO, dass es in dem Gebäude zur Hochtemperatur-Abfallverbrennung und einem weiteren Gebäude der Verbrennungsanlage zu einem Anstieg des Wasserpegels von mindestens 0,1 Zentimetern gekommen war.

Dies sei nach Angaben des Elektrizitätskonzerns zwar keine signifikante Schwankung, allerdings könnte dies auch ein Zeichen für das Einfließen von Grundwasser sein, so dass man den Wasserstand weiterhin beobachte.

Lüftungsversuch mögliche Ursache für Pumpzwischenfall: Bei der Suche nach der Ursache für den irrtümlichen Transfer von über 200 Tonnen an stark radioaktivem Wasser in Gebäude der Verbrennungsanlage, statt in Lagertanks, geht TEPCO derzeit von menschlichem Versagen aus.

AKW Fukushima: Verteiler im Müllverbrennubngs-Hauptgebäude am 13. April 2014 vor Abschaltung der Pumpen (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Verteiler im Müllverbrennubngs-Hauptgebäude am 13. April 2014 vor Abschaltung der Pumpen (Foto: TEPCO)

Da die Schaltanlage ähnliche Schalter für Lüftung und  Wasserpumpen aufweist und abgesehen von Zahlen keine Hinweise auf ihren jeweiligen Verwendungszweck bieten, könnte es auf diese Weise zu einer Inbetriebnahme der vier Wasserpumpen gekommen sein.

Nach eigenen Angaben prüft das Unternehmen dennoch, ob es sich um eine irrtümliche Fehlbedienung, oder um eine vorsätzliche Handlung eines der Kraftwerksarbeiter gehandelt haben könnte.

Über die neue Einschätzung der Betreiberfirma TEPCO berichtete die NHK.

Transport von neuen Lagerbehältern an das AKW: Nach den Schwierigkeiten der vergangenen Tage, veröffentlichte der Kraftwerksbetreiber von der Anlage in Fukushima heute Videomaterial, das einen Erfolg dokumentiert.

AKW Fukushima: Lieferung fertiger Behälter am 17. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Lieferung fertiger Behälter am 17. April 2014 (Foto: TEPCO)

Die Aufnahmen zeigen, wie Lagertanks, die bereits an einer Anlage in Kobe gefertigt und komplett zusammengesetzt wurden, mit einem Schleppkahn auf dem Wasserweg zum Kernkraftwerk transportiert werden.

Nach der Ankunft um 7:00 Uhr und dem Andocken um 7:30 Uhr, konnte um 9:00 Uhr mit dem Entladen begonnen werden.

Im weiteren Verlauf des Videos, ist auch der Transfer der Behälter an Land, die Verladung auf Fahrzeuge zum Weitertransport und das Herablassen, auf den Videoaufnahmen zu sehen.

Bereits Anfang des Jahres berichteten wir erstmals über die Pläne zur Lieferung von Lagertanks mit Schleppern.

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