Fukushima aktuell: Mondfisch-Roboter soll Brennelemente suchen

Fukushima aktuell: Mondfisch-Roboter soll Brennelemente suchen

Neuer Roboter: Große Erwartungen für den "kleinen Mondfisch"

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Artikelbild: Mondfisch-Roboter für Unterwasser-Einsatz am AKW Fukushima (Foto: Copyright by IRID)
Mondfisch-Roboter für Unterwasser-Einsatz am AKW Fukushima (Foto: Copyright by IRID)

Zuvor bereits angekündigt, konnte der Betreiber des AKW Fukushima heute einen neuen Roboter vorstellen, der bei Unterwasser-Missionen mehr Klarheit über den Verbleib der geschmolzenen Brennelemente liefern soll.

Die Einzelheiten dieser Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 15. Juni 2017.

Mondfisch-Roboter für Brennelementemssion präsentiert

Am heutigen Donnerstag präsentierte der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi bei einer öffentlichen Vorführung in Yososuka (Präf. Kanagawa) einen neuen Unterwasser-Roboter, der die Suche nach Brennelementen voranbringen soll.

Die Ankündigung des Unterwasser-Roboters erfolgte bereits im vergangenen Monat. Nun konnten sich die Anwesenden einen ersten Eindruck von der Funktionsweise des Geräts machen.

Der Roboter mit einer Länge von 30 Zentimetern und einer Breite von 13 Zentimetern wird von einer Schraube angetrieben und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von vier Zentimetern pro Sekunde sehr langsam voran.

Mit seiner Form und diesen Eigenschaften erinnert er an einen Mondfisch (Japanisch „manbo„), weshalb er den Spitznamen „mini manbo“ trägt. Das Gerät kann Radioaktivität bis zu 200 Sievert widerstehen.

Entwickelt wurde er in einer Kooperation des Internationalen Forschungsinstituts zur Stilllegung von Atomanlagen (IRID) mit dem Elektronikkonzern Toshiba.

Geht es nach den Plänen von TEPCO, könnte der Roboter bereits im kommenden Monat in Reaktor 3 zum Einsatz kommen. Wie eine vorangegangene Inspektion vom November 2015 zeigte, steht der Sicherheitsbehälter sechs Meter tief unter Wasser.

Da der geplante Zugang in den Bereich nur 14 Zentimeter breit ist, war die Entwicklung eines solch kleinen Roboters zwingend erforderlich.

Ausgestattet mit zwei Kameras, LED-Licht und einem Dosimeter, soll das zwei Kilogramm schwere Gerät tief in den Behälter tauchen und die Überreste von Brennelementen lokalisieren, die auf dem Boden vermutet werden.

Über die Vorstellung der Neuentwicklung berichtete die NHK.

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