Start Aktuelles Fukushima aktuell: Nach Leitungsleck neuer Rekordwert in AKW-Hafenbecken

Fukushima aktuell: Nach Leitungsleck neuer Rekordwert in AKW-Hafenbecken

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Artikelbild - AKW Fukushima: Bereich des Leitungslecks vom 29. Mai 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Bereich des Leitungslecks vom 29. Mai 2015 (Foto: TEPCO)

Das jüngste Wasserleck hat weitreichendere Auswirkungen als zunächst vermutet. Das zeigen die aus Fukushima heute bekannt gewordenen Informationen. Demnach gibt es in Japan aktuell einen neuen traurigen Rekord. Einzelheiten jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. Mai 2015.

Unsere Meldungen vom heutigen Samstag:

  • Wasserleck führt zu Strahlungsrekord bei Hafenkontamination
  • Hohe Strahlungswerte in Leckwasser nachgewiesen

Wasserleck führt zu Strahlungsrekord bei Hafenkontamination: Nach dem Wasserleck an einer Druckleitung, meldet Kraftwerksbetreiber TEPCO nun einen neuen Strahlungsrekord im Hafenbecken.

Meerwasserproben, die an vier Stellen des Hafens entnommen worden waren, wiesen Konzentrationen zwischen 190 und 320 Becquerel pro Liter. Dabei handele es sich um die höchsten Werte, die je im Hafen gemessen wurden.

In der Vergangenheit war bei Zwischenfällen zwar bereits deutlich mehr Wasser in den Hafen gelangt, die Menge an radioaktivem Material stellt jedoch einen neuen Rekord dar.

Nach Angaben von TEPCO gelangte kein kontaminiertes Wasser aus dem Hafenbereich in den Pazifik. Arbeiten, die verhindern sollen, dass weiteres Wasser durch den Kanal in den Hafen gelangt, laufen. Das berichtete die NHK.

Hohe Strahlungswerte in Leckwasser nachgewiesen: Bei einem Leck an einer Leitung auf dem Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi trat stark radioaktives Wasser aus und führte zu einem neuen Strahlungsrekord im Hafenbecken der AKW-Anlage.

Das am Freitag gemeldete Leck an einer Druckleitung zwischen einem Abwassertank und einem Turbinengebäude, soll vermutlich bereits seit drei Tagen existiert haben.

Der Transfer war am vergangenen Mittwoch gegen 9:00 Uhr begonnen und  am Freitag gegen 10:00 Uhr wegen des Leckfunds abgebrochen worden. Ersten Schätzungen zufolge wurden 236 Tonnen Wasser in diesem Zeitraum geleitet.

Wie am Samstag bekannt wurde, wiesen die Wasserproben aus dem Tankbehälter, am Straßengraben der Leckstelle und dem Abwasserkanal zum Hafen, sowie einem Straßengraben, hohe Konzentrationen an Betastrahlern auf.

Am Freitag um 14:50 Uhr am 100-Tonnen-Tank entnommenes Wasser, das zum Teil durch Pumpfahrzeuge aus dem Straßengraben heraufgepumpt wurde, wies eine Betastrahlerkonzentration von 1,1 Millionen Becquerel pro Liter auf.

Im Straßengraben unterhalb der Leckstelle, wurde gegen Mittag eine Konzentration von Betastrahlern in Höhe von 22.000 Becquerel pro Liter nachgewiesen.

Aus dem Abwasserkanal K, der in den Hafen führt und in dessen oberen Bereich der Straßengraben liegt, wurden im Laufe des Tages mehrere Messungen durchgeführt.

So stieg der Wert von 1.200 Becquerel (11:50 Uhr) am Nachmittag auf 6.600 Becquerel an (14:00 Uhr), um dann im weiteren Verlauf zunächst auf 4.100 Becquerel (16:10 Uhr) und dann am Abend auf 2.600 Becquerel (18:10 Uhr) zu sinken.

Mit dem Wert von 6.600 Becquerel lag der Wert das Zweihundertfache über den Messwerten vom Mittwoch.

Die Cäsiumwerte lagen, mit Ausnahmer der Freitagsmessung am Wassertank, bei der Cäsium-134 und Cäsium-137 in einer gemeinsamen Gesamtkonzentration von 274 Becquerel pro Liter nachgemessen wurde, im zweistelligen Bereich.

Um dem Wasseranstieg durch Regenfälle entgegenzuwirken, habe man die Sandsackbarriere weiter verstärkt und auch die Pumparbeiten werden weiter fortgeführt.

Die Ursache des Lecks wird noch ermittelt.

Im Jahr 2012 war als Ursache für andere Leitungslecks die Perforation von Kunststoffschläuchen durch Gräser identifiziert worden.  Damaliger Grund für die Schäden war das so genannte  Silberhaargras (Imperata cylindrica)

Über die hohen Strahlungswerte berichteten die Betreiberfirma TEPCO, sowie Kyodo, jiji, NHK und Präfekturmedien.

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