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Fukushima aktuell: Nach Todesfällen soll Regelbetrieb wieder anlaufen

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Artikelbild - Sicherheitsmaßnahmen am AKW Fukushima Daini: Anbringung von Sicherheitshinweisen, 27. Januar 2015 (Foto: TEPCO)
Sicherheitsmaßnahmen am AKW Fukushima Daini: Anbringung von Sicherheitshinweisen, 27. Januar 2015 (Foto: TEPCO)

TEPCO bemüht sich am ersten der beiden Kernkraftwerke in Fukushima, heute wieder um Normalität. Bis zum Regulärbetrieb dürfte es jedoch noch dauern. Weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 28. Januar 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Fukushima Daini nimmt teilweisen Betrieb wieder auf
  • Fast 200 Dosimeter illegal verkauft
  • Kommission beginnt Arbeit an Nuklearrichtlinien

Fukushima Daini nimmt teilweise Betrieb wieder auf: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO mitteilte, wurde am heutigen Mittwoch die Arbeit am Kernkraftwerk Fukushima Daini (Fukushima 2) wieder aufgenommen.

Die Arbeiten waren nach dem tödlichen Unfall eines Arbeiters am AKW Fukushima Daini vom 20. Januar eingeschränkt worden, um Sicherheitskontrollen durchzuführen.

Lediglich die Filterung von Grundwasser wurde unverändert weitergeführt. Heute wurden zwei der etwa 250 Arbeiten wieder aufgenommen.

Hierzu gehören die Kontrolle eines Krans am Gebäude von Reaktor 1 und die Reinigung von Messgeräten für radioaktives Material im Kühlwasser.

AKW Fukushima Daini: Rutschgesicherte Leiter am 27. Januar 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima Daini: Leiter mit Anti-Rutsch-Sicherungsband am 27. Januar 2015 (Foto: TEPCO)

Weitere Arbeiten sollen aufgenommen werden, sobald die Sicherheit der Arbeitsabläufe bestätigt ist.

Zu den bereits getroffenen Maßnahmen zählt die technische Absicherung der Arbeitsplätze, etwa durch Arrettierung und Absperrungen, sowie die Anbringung von Sicherheitshinweisen.

Im Fall des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi laufen die Sicherheitskontrollen mindestens noch über den Zeitraum dieser Woche.

Der geplante Regulärbetrieb am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi wird sich somit weiter verzögern Über die Wiederaufnahme erster Arbeiten  berichteten NHK und Präfekturmedien.

Fast 200 Dosimeter illegal verkauft: Ein 30 Jahre alter Mann, der für die örtliche Verwaltung für Medizintechnik beschäftigt war, soll zwischen Oktober und November 2013 insgesamt 181 Dosimeter aus Verwaltungsbesitz unerlaubt verkauft haben, um Spielschulden zu begleichen.

Der illlegale Verkauf der Dosimeter, die einen Gegenwert von 3,75 Millionen Yen hatten, war im Zuge von erforderlich gewordenen Reparaturen aufgedeckt worden. Nun droht eine Klage wegen Diebstahls. Über den Diebstahlsvorwurf berichtete die Kyodo.

Kommission beginnt Arbeit an Nuklearrichtlinien: Japans Atomenergiekomission (JAEC), soll grundlegende Ideen zur Nutzung von Atomenergie ausarbeiten und vorlegen.

In einer Anhörung des früheren Leiters einer Fukushima-Ausschusses erklärte dieser, dass Unfälle an Nuklearanlagen immer geschehen werden und unterstützt damit die Haltung der Atomaufsichtsbehörde NRA.

Die JAEC ist aufgrund von geheimen Treffen mit Vertretern der Nuklearindustrie während der Planung von Japans Atompolitik dagegen alles andere als unumstritten.

Vorschläge zu Richtlinien für die Nutzung der Kernenergie sollen die Experten nun innerhalb eines Zeitraums von etwas über einem Jahr vorlegen. Das berichtet die NHK.

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