Fukushima aktuell: Neuartige Flugdrohne für Reaktorinspektionen entwickelt

Fukushima aktuell: Neuartige Flugdrohne für Reaktorinspektionen entwickelt

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Artikelbild - AKW Fukushima: Schachtaufnahmen von Reaktor 5 am 17. März 2011 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 5: Testumgebung für die neue Drohne (Symbolfoto vom 17. März 2011 by TEPCO)

Auch wenn eine Meldung über technische Neuentwicklungen die Fukushima News dominiert, sind sowohl aus der Präfektur, als auch vom AKW Fukushima heute weitere Neuigkeiten zu hören. Einzelheiten nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. Juni 2015.

Unsere Meldungen zum Wochenende:

  • Autonom operierende Drohne für Reaktoreinsatz
  • Neue Zeitpläne für Sperrgebiet und Bergungsarbeiten bekannt gegeben
  • Verklappung vor Wochenende durchgeführt

Autonom operierende Drohne für Reaktoreinsatz: Eine neu entwickelte Drohne soll im Inneren der Reaktorgebäude eingesetzt werden können und so Arbeiter entlasten.

Das vom Autonomous Control Systems Laboratory Ltd., einem Unternehmen der Universität Chiba entwickelte Fluggerät soll mehr leisten, als bislang eingesetzte Roboter.

So wird das unbemannte Flugobjekt selbständig landen und zwischen Einsätzen auch ohne menschliche Hilfe einen Batteriewechsel durchführen können. Dies verlängert die Einsatzdauer und reduziert die Gesundheitsgefahr für Angestellte.

Da eine GPS-Navigation in den Reaktorgebäuden nicht möglich ist, wird die Sechs-Propeller-Drohne mögliche Hindernisse durch Laserscans der Umgebung ermitteln und selbstständig umfliegen können.

Dadurch unterscheidet sich die Neuentwicklung von konventionellen Drohnen.

Mit Kameraufnahmen, Strahlungsmessung und der Aufnahme von Staubproben, gleicht der sonstige Funktionsumfang dem der Roboter.

Ein Testlauf im Gebäude von Reaktor 5, in dessen Verlauf die Drohne mehrere Stockwerke hoch bis zu einem Abklingbecken fliegen und Aufnahmen machen konnte, verlief erfolgreich.

Auch wenn noch unklar ist, wann das Fluggerät zum Einsatz kommt, sind die Entwickler davon überzeugt, dass ihre Neuentwicklung von Nutzen für die Arbeiten sein wird.

Über die neuartige Drohne berichtete die jiji.

Neue Zeitpläne für Sperrgebiet und Bergungsarbeiten bekannt gegeben: Die bereits zuvor aus Regierungskreisen gemeldeten Änderungen in den Zeitplänen zur Fukushima-Katastrophe, wurden am heutigen Freitag offiziell bestätigt.

Demnach sollen im März 2017 die Evakuierungsanordnungen für Gebiete in der Nähe des AKW Fukushima Daiichi aufgehoben werden. Ausgenommen hiervon werden lediglich Bereiche mit hoher Radioaktivität.

Gleichzeitig soll eine Initiative aus öffentlichen Stellen und dem Privatsektor die Unternehmen in den Evakuierungsgebieten unterstützen.

TEPCO bestätigte heute die schon vorab gemeldete Verzögerung bei der Brennelemente-Bergung. Für Reaktor 3 wird die Maßnahme um zwei Jahre, bis zum Fiskaljahr 2015 verschoben.

Im Fall der Reaktoren 1 und 2 werden die Arbeiten sogar um drei Jahre verschoben und erst im Fiskaljahr 2020 beginnen. Als Ursachen wurden nun offiziell das Leckrisiko und die Sicherstellung der Erdbebensicherheit genannt.

Über die neuen Zeitpläne für beide Vorhaben berichteten unter anderem auch Kyodo, jiji und NHK.

Verklappung vor Wochenende durchgeführt: Am heutigen Freitag wurde erneut Grundwasser aus den Bergen in den Pazifik umgeleitet.

Die Maßnahme soll einen Anstieg des Grundwasserpegels auf dem Kraftwerksgelände verhindern helfen.

Bei der heute durchgeführten Maßnahme traten keine Störungen auf, so dass insgesamt 1.278 Tonnen verklappt werden konnten.

 

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