Start Aktuelles Fukushima aktuell: Neue 3D-Technologie für Reaktorscans entwickelt

Fukushima aktuell: Neue 3D-Technologie für Reaktorscans entwickelt

Verbesserungen gegenüber Myonen-Scans am AKW Fukushima erhofft

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Artikelbild - AKW Fukushima: Reaktorblock 2 am 15. August 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Vorbereitungen zur Öffnung der Außenwand dauern an. (Symbolfoto: TEPCO)

Technologischer Fortschritt sorgt im Zusammenhang mit Reaktorscans am AKW Fukushima heute für positive Schlagzeilen – zeigen die aktuellen Fukushima News doch das anhaltende Bemühen um die langfristige Stilllegung der Kraftwerksanlage.

Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. März 2018.

Neue 3D-Darstellung für Reaktorscans entwickelt

Einem gemeinsamen Forscherteam des Tokyo Institute of Technology (TIT) und des AKW-Betreibers TEPCO ist es bei Versuchen gelungen, durch Ultraschallmessungen eine dreidimensionale Darstellung geschmolzener Brennelemente zu erschaffen.

Diese Information wurde am gestrigen Montag auf dem jährlichen Frühlingstreffen der Japanischen Atomenergiegesellschaft (AESJ) an der Universität Osaka bekannt gegeben.  Die Versuche an Modellen zeigen einen besonderen Nutzen für künftige Arbeiten am AKW Fukushima Daiichi.

Bislang existierte für derartige „Durchleuchtungen“ der Reaktoren am AKW Fukushima Daiichi lediglich die Möglichkeit der so genannten Myonen-Scans. Die neue Technologie ist dem bisherigen Verfahren jedoch überlegen.

Auf den dreidimensionalen Bildern des Ultraschall-Scannings sind Wölbungen und Ausbuchtungen wesentlich besserer zu erkennen, was eine genauere Bewertung der Lage des geschmolzenen Materials (Corium) ermöglichen wird.

Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens ist in diesem Zusammenhang die höhere Widerstandsfähigkeit gegen hohe Radioaktivität. Aus vorangegangenen Untersuchungen ist bekannt, dass im Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 Werte bis zu 80 Sievert pro Stunde erreicht werden.

Das führte in der Vergangenheit zu Bildstörungen bei Kameraaufnahmen. Der neue Sensor ist dagegen in der Lage in Bereichen mit Werten zwischen 650 und 10.000 Sievert pro Stunde zu agieren. Für künftige Einsätze will man die Genauigkeit weiter verbessern.

Über die Entwicklung der neuen Technologie berichteten Präfekturmedien.