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Fukushima aktuell: Neue Industrieministerin besucht Kraftwerksanlage

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Artikelbild - AKW Fukushima: Neue Industrieministerin Yuko Obuchi ermutigt Angestellte am 7. September 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Neue Industrieministerin Yuko Obuchi ermutigt Angestellte am 7. September 2014 (Foto: TEPCO)

Beginnt die Berichterstattung zum AKW Fukushima heute mit einer Meldung vom Wochenende, so gibt es in Japan aktuell auch an anderer Stelle wichtige Entwicklungen zur Zukunft der Kernkraftwerke des Landes. Alle Meldungen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. September 2014.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Industrieministerin besucht AKW Fukushima
  • AKW-Arbeiter mit Rettungshubschrauber abtransportiert
  • Erstmals positives Endergebnis bei AKW-Sicherheitskontrolle erwartet
  • Grundwasserverklappung durchgeführt

Industrieministerin besucht AKW Fukushima: Am gestrigen Sonntag besuchte die neue Industrieministerin Yuko Obuchi, Tochter des verstorbenen früheren Premierministers Keizo Obuchi und jüngstes Parlamentsmitglied, das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.

AKW Fukushima: Treffen mit Japans neuer Industrieministerin Yuko Obuchi am 7. September 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Treffen mit Japans neuer Industrieministerin Yuko Obuchi am 7. September 2014 (Foto: TEPCO)

Bei einer Ansprache an die Kraftwerksarbeiter vor Ort, dankte sie den Beschäftigten und erklärte, nur aufgrund ihres engagierten Einsatzes sehe man jetzt schrittweise Verbesserungen der Situation.

Ministerin Obuchi verschaffte sich dann einen Eindruck von den Maßnahmen zur Brennelementebergung, den Arbeiten zur Schaffung einer unterirdischen Grundwasserbarriere durch ein zirkulierendes Kühlsystem, sowie des Filtersystems zur Senkung der Konzentration von radioaktivem Material in eingelagertem Wasser.

Im Bezug auf das Problem der täglich tonnenweise anfallenden radioaktiven Abwässer räumte die Industrieministerin ein, dass es in der Vergangenheit zu Zwischenfällen gekommen sei, die Gesamtsituation sehe sie jedoch unter Kontrolle.

Obuchi betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Regierung in Tokyo, um sowohl Japan, als auch für die Präfektur Fukushima, sowie die Kraftwerksanlage, langfristige Lösungen und Wege zur Wiederbelebung der Präfektur schaffen zu können. Über den Besuch berichteten praktische alle Medien, darunter Kyodo und NHK.

AKW-Arbeiter mit Rettungshubschrauber abtransportiert: Am Samstag klagte ein Angestellter eines Partnerunternehmens über gesundheitliche Probleme und wurde nach einer ersten Untersuchung im Notfallzentrum mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Iwaki abtransportiert.

Wie TEPCO am Sonntag ergänzte, wird der Arbeiter 1-2 Wochen im Krankenhaus verbringen müssen.

Erstmals positives Endergebnis bei AKW-Sicherheitskontrolle erwartet: Erstmals seit Verschärfung der Sicherheitsrichtlinien werden Reaktoren eines Kernkraftwerks ein positives Endergebnis bei der Sicherheitsprüfung erzielen und damit eine Vorbedingung zum Neustart erfüllen. Das berichtet die Kyodo unter Berufung auf offizielle Quellen.

Bei der Anlage handelt es sich um die beiden Reaktoren des AKW Sendai (Präf. Kagoshima). Damit wäre zwar das wichtigste Hindernis für einen Neustart beseitigt, mit einem möglichen Neustart wird jedoch erst im Winter gerechnet, da zunächst die Erlaubnis der Anwohner, Betriebskontrollen und Verwaltungsschritte erforderlich sind.

Grundwasserverklappung durchgeführt: Am heutigen Wochenbeginn führte TEPCO eine weitere Grundwasserverklappung durch. Bei der Maßnahme, die von 10:5o Uhr bis 17:11 Uhr verlief, wurden insgesamt 1.749 Tonnen an Grundwasser aus den Bergen zunächst in Sondertanks umgeleitet und dann in den Pazifik eingeleitet.

Durch die Maßnahme soll der Grundwasserpegel auf dem Gelände sinken, weniger kontaminiertes Wasser anfallen und die Kontamination des Meeres eingedämmt werden. Auch wenn der Kraftwerksbetreiber in der Vergangenheit mangelnde Effektivität einräumen musste, hofft man auf langfristige Auswirkungen der Maßnahme.

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