Start Aktuelles Fukushima aktuell: Neue Reaktormissionen geplant

Fukushima aktuell: Neue Reaktormissionen geplant

Reaktoreinsätze mit neuem Gerät sollen 2018 erfolgen

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Artikelbild - AKW Fukushima: Reaktorblock 2 am 15. August 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Vorbereitungen zur Öffnung der Außenwand dauern an. (Symbolfoto: TEPCO)

Mit einer Präsentation zeigt sich der Betreiber des AKW Fukushima heute bewusst zukunftsbetont und signalisiert Bereitschaft für neue Untersuchungen der Reaktoren. Weitere Fukushima News betreffen Roboter-Technologie und Mobbing.

Welche Schritte TEPCO plant und welchen sonstigen Meldungen in Japan aktuell mit dem Thema „Fukushima“ verbunden werden, erfährt man nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. Dezember 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Präsentation von Einsatzgerät für Reaktoraufnahmen am AKW Fukushima
  • Mobbing-Richtlinien um AKW-Evakuierungsopfer erweitert
  • Tests für Lieferroboter in Minamisoma
Präsentation von Einsatzgerät für Reaktoraufnahmen am AKW Fukushima

Am heutigen Freitag stellte TEPCO, Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi、 im Rahmen einer Veranstaltung für die Medien ein Gerät vor, mit dem künftige Blicke in das  Innere der Sicherheitsbehälter von Reaktor 2 erleichtert werden sollen.

Bei der Präsentation in einer Fabrik in Yokohama wurde das so genannte „Führungsrohr“ vorgestellt. Das Werkzeug kann bis auf eine Gesamtlänge von 16 Metern ausgefahren werden. An der Spitze befinden sich eine Kamera, sowie ein Dosimeter.

TEPCO hofft bei künftigen Einsätzen, die im Januar diesen Jahres durch Untersuchungen aufgekommene vermutliche Sichtung geschmolzener Brennelemente unterhalb des Sicherheitsbehälters, erhärten zu können.

Für Januar 2018 ist ein Einsatz des neuen Führungsrohrs geplant, verbunden mit der Hoffnung, den Fund endgültig bestätigen zu können. Über die Präsentation und die Pläne berichtete die NHK.

Mobbing-Richtlinien um AKW-Evakuierungsopfer erweitert

Bei einem gestrigen Treffen eines Ausschusses zur Mobbing-Prävention, das in der Stadt Fukushima durchgeführt wurde, gaben die Verantwortlichen eine teilweise Änderung der bisherigen Regelungen bekannt.

Dabei wurde auch der Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die nach einer Kraftwerkskatastrophe zum Opfer von Mobbing werden, als wichtiger Grundsatzpunkt festgelegt. Die betroffenen Schüler und Studenten bedürften besonderer Zuwendung.

Der präfekturalen Entscheidung zur Überarbeitung war bereits ein Beschluss des Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) vorausgegangen. Das berichten Präfekturmedien.

Tests für Lieferroboter in Minamisoma

Nach der Ankündigung der Postroboter-Tests in Minamisoma (Präf. Fukushima) folgte am gestrigen Donnerstag der Praxistest in der Gemeinde. Doch der Versuch auch tatsächlich auch nationale Bedeutung.

Nachdem derartige Zustellroboter nur in geschlossenen Gebäudekomplexen in Großstädten zum Einsatz kamen, ist es das erste Mal überhaupt, dass in Japan ein autonom agierender Roboter unter freiem Himmel zum Einsatz kommt.

Auf einer Strecke von 400 Metern auf einer Sportanlage wurden Zwischenstopps und Abholsituationen simuliert.  Mögliche Zusammenstöße mit plötzlich auftauchenden „Passanten“ wurden vom Roboter aufgrund seiner Sensoren rechtzeitig bemerkt.

Angesichts des steigenden Arbeitskräftemangels in der Logistik, erhofft man sich von Drohnen und Robotern eine Entlastung des Systems. Doch noch gibt es einige Hindernisse, bis ein regulärer Einsatz möglich sein wird.

So soll nicht nur die Früherkennung für Kollisionen mit Hindernissen und Menschen weiter verbessert werden – der Roboter muss auch die geltenden Verkehrsregeln einhalten können und es müssen neue gesetzliche Regelungen für den Einsatz auf Straßen geschaffen werden.

Sicherheitsrelevant ist auch die Frage, wie das „Abgreifen“ der Lieferung durch unautorisierte Personen verhindert werden kann. Auch müssten die Bestellungen, die derzeit nur per Smartphone möglich wären, seniorengerechter werden.

Über den aktuellen Test und die Hindernisse auf dem Weg zur vollständigen Einführung dieser Postroboter berichteten Präfekturmedien.