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Fukushima aktuell: Neue Verstöße gegen AKW-Sicherheitsrichtlinien

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Artikelbild: Offizielles Foto des AKW Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)
Das AKW Fukushima Daiichi: (Foto: TEPCO)

Versäumnisse bestimmen die Meldungen über die aktuelle Lage am AKW Fukushima heute – und weitere Fukushima News zeigen, dass auch Lecks weiterhin ein Thema sind, dass an diesem AKW in Japan aktuell bleiben wird.

Details zu diesen Meldungen gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 15. Dezember 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Zahl der Verstöße gegen AKW-Richtlinien erneut gestiegen
  • Hohe Strontiumkonzentration in ausgetretenem Wasser
  • Ölleck an Gasabscheider aufgetreten
  • Bürgermeister von Kashiwa besucht AKW Fukushima
Zahl der Verstöße gegen AKW-Richtlinien erneut gestiegen

Am gestrigen Mittwoch räumte der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi insgesamt drei neue Verstöße gegen geltende Richtlinien zur Sicherheit der Arbeiten auf dem Gelände ein. Bereits zuvor waren Verstöße an beiden Fukushima-AKW bekannt geworden.

Noch am selben Tag ordneten die Behörden eine Behebung der Missstände an.

Bei den neuen Verstößen handelt es sich um mangelnde Inspektionen von Lufttanks, die bei der Wartung von Fahrzeugen wie UNIC-LKW zum Einsatz kommen. Demnach sei zwischen August 2012 und November 2015 auf vorgeschriebene Kontrollen verzichtet worden.

Der Verantwortliche habe erklärt, ihm sei nicht bekannt gewesen, dass die monatliche Prüfung der Anlagen gesetzlich vorgeschrieben sei.

Die aktuellen Mängel fügen sich in eine Reihe teils sicherheitsrelevanter Versäumnisse, etwa bei der Wartung der Brennelemente-Wechselmaschine, sowie des jahrzehntelangen Verzichts auf Kontrollen der Hochspannungsmasten.

Die Gesamtzahl der Richtlinienverstöße an den Kernkraftwerk Fukushima Daiichi und Fukushima Daini steigt damit auf mindestens 20. TEPCO versprach die genauen Umstände zu untersuchen und die gesetzlichen Fristen in das interne Richtlinien aufnehmen.

Das berichteten Präfekturmedien.

Hohe Strontiumkonzentration in ausgetretenem Wasser

Gestern berichteten wir über undichte Stellen an einer Entsalzungsanlage. Heute gibt es hierzu weitere Einzelheiten. Nach dem Stopp von Einheit B habe man die Einheit A um 15:26 Uhr wieder in Betrieb genommen..

Allerdings wurden auch dort an den Verbindungsteilen zur Leitung entsprechende Spuren für einen Wasseraustritt festgestellt, so dass auch diese Einheit abgestellt werden musste. Gegen 16:20 Uhr wurde schließlich eine andere Umkehrosmoseanlage gestartet.

Eine Ursachenforschung sei nun an den Verbindungsteilen der beiden gestoppten Einheiten geplant. Soweit die Angaben des Kraftwerksbetreibers TEPCO.

Präfekturmedien machen unterdessen auf den Umstand aufmerksam, dass durch die Cäsiumfilterung zwar dieser Wert sehr gering gewesen sei – die Strontiumkonzentration habe jedoch bei etwa 10.000 Becquerel pro Liter gelegen.

Ölleck an Gasabscheider aufgetreten

Am heutigen Donnerstag entdeckten Angestellte von TEPCO gegen 11:05 Uhr, dass Öl an Gasabscheider A ausgetreten war. Daraufhin wurde die Anlage gegen 11:19 Uhr gestoppt. Die Flüssigkeit gelangte nicht ins Freie.

Wie eine Untersuchung ergab, war das Öl am Verbindungsstück zur Leitung für Schmieröl ausgetreten und hatte sich auf einer Fläche von 2m x 50cm verteilt.

Die Einspeisung von Stickstoff in die Sicherheitsbehälter der Reaktoren wurde von Gasabscheider C übernommen. Zusätzlich wurde die seit 13. Dezember gestoppte Einheit B gegen 13:53 Uhr ebenfalls im Betrieb genommen, um den Transformator zu testen.

Beide Gasabscheider speisen nun Stickstoff in die Reaktoren, um die Ansammlung von explosionsgefährlichem Wasserstoff zu verhindern. Nach Angaben von TEPCO gab es diesbezüglich keine Auffälligkeiten.

Bürgermeister von Kashiwa besucht AKW Fukushima

Vom Elektrizitätsanbieter TEPCO heute veröffentlichte Aufnahmen dokumentieren den Besuch der Anlage des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi durch den Bürgermeister der Stadt Kashiwa.

Die Fotos zeigen sowohl den Besuch des erdbebensicheren Verwaltungsgebäudes, als auch die Beobachtung der Arbeiten am so genannten Eiswall und eine allgemeine Besichtigung der Kraftwerksgeländes durch Bürgermeister Hiroyasu Akiyama.

Weitere Angaben über den Besuch machte das Unternehmen zunächst nicht.

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