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Fukushima aktuell: Neues Küchenzentrum für AKW-Arbeiter vorgestellt

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Artikelbild - Großküche für TEPCO-Beschäftigte, veröffentlicht am 31. März 2015 (Foto: TEPCO)
Aufnahme aus der Großküche für TEPCO-Beschäftigte, veröffentlicht am 31. März 2015 (Foto: TEPCO)

Für TEPCO stand die Versorgung der Arbeiter am AKW Fukushima heute im Mittelpunkt der Meldungen, zugleich wurden aus Japan aktuell jedoch weitere Fukushima News gemeldet, die sich mit der Bewältigung radioaktiven Regenwassers befassen. Die Details nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. März 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • TEPCO stellt Großküche und Versorgungszentrum für Kraftwerksarbeiter vor
  • TEPCO geht radioaktives Regenwasser an
  • Japanische Lebensmittel illegal nach Taiwan gelangt

TEPCO stellt Großküche und Versorgungszentrum für Kraftwerksarbeiter vor: Am heutigen Dienstag präsentierte TEPCO die Pläne für ein Versorgungszentrum, dass Beschäftigten am AKW Fukushima als Küchengebäude dienen soll.

Das Gebäude umfasst neben dem Erdgeschoss ein weiteres Stockwerk und die Bauzeit für das Großküchenprojekt lag zwischen Mai 2014 und März diesen Jahres.

Neues TEPCO-Küchengebäude in Fukushima, 31. März 2015 (Foto: TEPCO)
Neues TEPCO-Küchengebäude in Fukushima, 31. März 2015 (Foto: TEPCO)

Nach der baulichen Fertigstellung und Prüfung soll der eigentliche Betrieb bereits Mitte April aufgenommen werden.

Dann besteht für die 7.000 Beschäftigten die Möglichkeit, neben mitgebrachten Speisen auch dort zubereitete warme Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Bis zu 3.000 Mahlzeiten können gleichzeitig geliefert werden. Für Anlieferung und Lagerung werden Isolierbehälter genutzt, so dass die Wärme bzw. Kälte der Mahlzeiten gewährleistet ist.

Die Zutaten stammen aus der Präfektur Fukushima und TEPCO hofft nach eigenen Angaben auf diese Weise dazu beizutragen, Gerüchte über die angebliche Schädlichkeit der dort produzierten Lebensmittel auszuräumen. Geboten werden dort Donburi (Reisschalengerichte), Nudeln und Currys.

TEPCO-Beschäftigte beim gemeinsamen Essen (Foto: TEPCO)
TEPCO-Beschäftigte beim gemeinsamen Essen (Foto: TEPCO)

Kraftwerksbetreiber TEPCO bezeichnet das von der Maeda Corporation gefertigte Gebäude als deutlichen Schritt zur Verbesserung der Lebensumstände für die Angestellten. Neben der Küche und den Lagerräumen gehören unter anderem auch ein Büros und ein Besucherbereich zum endgültigen Gebäudekomplex.

Zudem würden durch die Großküche auch Arbeitsplätze für 95 Personen geschaffen, nachdem bereits bei den Bauarbeiten 21.500 Personen beschäftigt wurden. Die in der Küche benötigten Anlagen wurden von Fabriken der Cleanup Corporation und Taniko Ltd. in der Präfektur gefertigt.

Die Großküche in Okuma würde jedoch nicht nur den Kraftwerksarbeitern nützen, denn langfristig könnten auch Schülerinnen und Schüler dort bei Führungen Mahlzeiten zubereiten und auf diese Weise ebenfalls Ängste abbauen.

Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO und veröffentlichte auch Videoaufnahmen zum Versorgungsprojekt, auf dem die verschiedenen Arbeiten zu sehen sind.

TEPCO geht radioaktives Regenwasser an: Nachdem die bekannte Gefahr durch stark kontaminiertes Regenwasser auf dem Dach von Reaktor 2 ungelöst geblieben und radioaktives Wasser in das offene Meer gelangt war, will Kraftwerksbetreiber TEPCO derartige Zwischenfälle nun verhindern.

Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, habe man mit der Entfernung des kontaminierten Materials auf dem Dach begonnen und hofft, die Arbeiten bereits Anfang April abschließen zu können. Die Arbeiten für eine sichere Ableitung von Regenwasser sollen bis Ende März des kommenden Jahres erfolgen.

Nach der Wasserstoffexplosion im Jahr 2011 hatte sich im Dachbereich von Reaktor 2  radioaktives Material angesammelt, dass sich dann mit Regenwasser mischte.

Um eine weitere Belastung des Meeres zu verhindern wird das kontaminierte Wasser in einen anderen Kanal abgepumpt, bis die alternative Entwässerungsleitung fertiggestellt ist. Über die Maßnahme berichteten Präfekturmedien.

Japanische Lebensmittel illegal nach Taiwan gelangt: Während TEPCO sein neues Küchenzentrum präsentiert, stoßen Lebensmittel aus der Präfektur im Nachbarland Taiwan nicht auf Gegenliebe. Dort gilt seit der Fukushima-Katastrophe ein Lebensmittel-Importverbot für fünf Präfekturen.

Doch am vergangenen Dienstag meldeten die dortigen Behörden den Fund von Instant-Nudeln und Getränken, bei denen die chinesisch beschrifteten Etiketten die tatsächliche Herkunft verschleierten.

Insgesamt 283 der 3.000 kontrollierten Produkte stammten aus einer der fünf Präfekturen mit Importverbot – Chiba, Fukushima Gunma, Ibarakiai und Tochigi. Zwar wurde keine radioaktive Belastung nachgewiesen, jedoch umgehend die Produkte zurückgerufen.

Die Polizei ermittelt wegen Betrugsverdachts und die japanischen Behörden wurden aufgefordert, ihrerseits die Vorkommnisse zu untersuchen. Das berichtete die Sankei Shimbun.

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