Start Aktuelles Fukushima aktuell: Neues Warnsystem soll Schnellzüge bei Erdbeben schützen

Fukushima aktuell: Neues Warnsystem soll Schnellzüge bei Erdbeben schützen

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Artikelbild - Shinkansen in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)
Shinkansen in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)

Neben den Schlagzeilen zum Beginn der Winter-Energiesparkampagne „Warm Biz“, haben die japanischen Medien auch im Bezug auf Ereignisse in der Präfektur Fukushima heute neue Meldungen.

So gibt es Fukushima News über den Test eines Drohnen-Lieferdienstes, ein neues Bremssystem für Schnellzüge und weitere Meldungen im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. November 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Neues Bremssystem für Schnellzüge bei Erdbeben
  • TEPCO macht neue Angaben zu Insektenstich
  • Test von Drohnenlieferdienst in Fukushima angelaufen
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
Neues Bremssystem für Schnellzüge bei Erdbeben

Durch ein neues Sensoren-System am Meeresboden, sollen Züge im Fall eines Erdbebens schneller als jemals zuvor automatisch zum Halten gebracht werden. Eine der ersten Strecken die davon profitieren, führt in die Präfektur Fukushima.

Bislang konnten die verschiedenen Linien der japanischen Bahngesellschaften (JR) lediglich auf Daten zurückgreifen, die an Land gewonnen werden. Mit dem neuen System können die Shinkansen-Schnellzüge bis zu 30 Sekunden früher als bislang gestoppt werden.

Am heutigen Mittwoch begann JR East auf der Tohoku-Shinkansen-Strecke von Tokyo in die Präfektur Fukushima und auf der Joetsu-Shinkansen-Strecke mit der Nutzung der zusätzlichen Daten und wird damit 20 Sekunden zusätzliche Vorwarnzeit gewinnen.

Zwei weitere der japanischen Bahnbetreiber – JR Tokai und JR West – sollen im Frühjahr kommenden Jahres ebenfalls das zusätzlich unterseeische Warnsystem nutzen. Über die neuen Pläne berichtete die Asahi Shimbun.

TEPCO macht neue Angaben zu Insektenstich

Im vergangenen Monat berichteten wir über einen AKW-Arbeiter mit einem Insektenstich, der aufgrund seiner gesundheitlichen Situation in das Krankenhaus von Minamisoma transportiert werden musste. Jetzt veröffentlichte TEPCO neue Informationen.

Demnach lag bei dem Angestellten eine anaphylaktische Reaktion auf den Stich vor. Nach einer Behandlung in der Klinik sei der Patient wieder als „arbeitsfähig“ entlassen worden. Über diese aktuellen Neuigkeiten berichtete TEPCO.

 

Test von Drohnenlieferdienst in Fukushima angelaufen

Nach der Ankündigung von Testflügen der Drohnen-Zustellung im vergangenen Monat, machten zwei der größten japanischen Handelsketten am gestrigen Dienstag ernst und begannen mit der Auslieferung von Waren in Minamisoma.

Bei den beiden Unternehmen handelt es sich um den Betreiber der Handelskette Lawson, sowie den Internethändler Rakuten. Sie unterstützen damit das erste derartige Lieferdienst-Drohnenprojekt des Landes.

Seit der Aufhebung der Evakuierungsanordnung für Minamisoma im Juli letzten Jahres sind nur wenige Einwohner zurückgekehrt – ein Großteil davon ältere Mitbürger und mehr als die Hälfte ist mindestens 65 Jahre alt und verfügt nicht über Transportmöglichkeiten.

Angesichts einer alternden Gesellschaft, ist die Zustellung durch Drohnen, nachdem die Bestellung bei einem mobilen Lieferfahrzeug aufgenommen und an eine Filiale weitergegeben wurde, eine Möglichkeit, den notwendigen Einkauf zu erleichtern.

Die Drohne mit einer Höhe von 15 Zentimetern und einer Länge und Breite von jeweils 20 Zentimetern, kann Waren bis zu einem Gewicht von zwei Kilo transportieren. Der Versuch soll ein halbes Jahr laufen und zeigen, ob sich eine kommerzielle Umsetzung lohnt.

Über den Beginn des Testlaufs berichtete die Kyodo.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Wie zum Ende jedes Monats, gab der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi auch gestern die Statistiken für den Vormonat an die zuständige Behörde weiter.

Am gestrigen Dienstag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW) für den September 2017.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag im September bei 6,40 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden bei den Angestellten keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Oktober befassen wird, soll gegen Ende November eingereicht werden. Das meldet der Kraftwerksbetreiber TEPCO