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Fukushima aktuell: Neujahrsbesuche in evakuierten Ortschaften genehmigt

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Artikelbild: Einsatzkarte für Katastrophenhilfe nach der Fukushima-Katastrophe (Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Einsatzkarte für Katastrophenhilfe nach der Fukushima-Katastrophe (Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Eine ungewöhnliche Entscheidung der Behörden betrifft die früheren Bewohner von Ortschaften, die aufgrund der Fukushima-Krise evakuiert wurden. Auch bei den übrigen Meldungen gibt es aus Fukushima heute eine eher ungewohnte Tendenz – auch wenn sich Probleme bei den Arbeiten am gleichnamigen AKW nach wie vor nicht leugnen lassen.

Weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 25. Dezember 2013.

Unsere Themen am ersten Weihnachtstag:

  • Neujahrsbesuche in Fukushima-Ortschaften zugelassen
  • Luftbelastung um AKW Fukushima stark abgenommen
  • Erfolge bei testweiser Dekontamination in Fukushima
  • Kleines Leck während Dichtungsarbeiten

Neujahrsbesuche in Fukushima-Ortschaften zugelassen: Die Regierung macht für die einstigen Bewohner von Gebieten mit vergleichsweise geringer Strahlung anlässlich der Neujahrstage eine Ausnahme von der Regelung zum Aufenthalt in Ortschaften der Präfektur Fukushima.

Straßensperre in der Präfektur Fukushima (Foto: Prof. Haruhiko Okumura cc-by)
Straßensperre in der Präfektur Fukushima (Foto: Prof. Haruhiko Okumura cc-by)

Einwohner dieser Gegenden dürfen auf Antrag bis zum siebten Januar in ihre Häuser zurückkehren. Dies stellt eine deutliche Abweichung von den gesetzlichen Vorschriften dar, die zwar einen Besuch gering belasteter Gebiete, jedoch im Normalfall keine Übernachtung dort erlauben.

Wie die NHK berichtet, haben nach Behördenangaben bislang 1.700 Personen aus 556 Haushalten in sechs Gemeinden in der Präfektur um eine entsprechende Erlaubnis gebeten.

Luftbelastung um AKW Fukushima stark abgenommen: Wie aus den Daten für den September diesen Jahres hervorgeht, die heute von der Atomaufsicht veröffentlicht wurden, sank die ursprüngliche Strahlungsdosis in einem 80 Kilometer messenden Gebiet um das AKW seit November 2011 fast um die Hälfte.

Die Strahlungshöhe gehe kontinuierlich zurück, erklärte die Atomaufsicht. Im November 2012 war im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres bereits ein Rückgang von 40 Prozent festgestellt worden. Dieser Rückgang habe sich jetzt auf 47 Prozent fortgesetzt.

Die Behörde führt den Rückgang der Werte einen Meter über dem Boden, die auf Basis von Messungen aus der Luft errechnet wurden, sowohl auf natürlichen Zerfall, als auch auf Auswaschungen durch Regen zurück. Das berichtet die Asahi Shimbun.

Erfolge bei testweiser Dekontamination in Fukushima: Eine im Oktober begonnene testweise Dekontamination in stark verstrahlten Wohngebieten der Orte Namie und Futaba, ergab nach Meldung des Umweltministeriums, dass die Strahlung dort um mehr als die Hälfte gesenkt werden konnte.

Dekontamination mit Gebläse am 25. Juni 2012 (Foto: TEPCO)
Dekontamination mit Gebläse am 25. Juni 2012 (Foto: TEPCO)

Erste Zwischenergebnisse der Maßnahme zeigen, dass in drei Wohnbereichen der Ortschaft Namie Senkungen auf Werte zwischen 3,51 und 6,56 Mikrosievert pro Stunde erreicht werden konnten. Dies entspricht mehr als einer Halbierung der ursprünglichen Werte vor Ort. Als besonderer Erfolg wird ein Kindergarten in Futaba angesehen, dort sank die Strahlung um 70 Prozent.

Doch auch wenn in den als „langfristig unbewohnbar“ klassifizierten Gebieten mit Belastungen von mehr als 50 Millisiert pro Jahr stellenweise eine Reduzierung auf Werte erreicht werden konnte, die sogar einer Herabstufung des Bereichs entsprächen, so liegen auch diese Bereiche immer noch deutlichen über dem Sicherheitsgrenzwert der Regierung.

Damit liegt der Erfolg dieser testweisen Dekontamination auch nicht in der Wiederherstellung der Bewohnbarkeit, als vielmehr der Erkenntnisfindung für Anpassungen im weiteren Verlauf der groß angelegten Dekontamination von Gebieten der Präfektur Fukushima. Hierüber berichtete die NHK.

Kleines Leck während Dichtungsarbeiten: Am heutigen Tag wurde bei Dichtungsarbeiten an den Barrieren im Bereich H4 altes Dichtungsmaterial entfernt. Dabei entdeckte ein Angestellter einen leichten Wasseraustritt an der Südseite der Struktur. Nachdem die alte Dichtungsmasse durch neue ersetzt wurde, trat auch kein Wasser mehr aus.

Strahlungsmessungen die in einem Abstand von fünf Zentimetern durchgeführt wurden, ergaben sowohl in der Umgebung, als auch an der Leckstelle und der Oberfläche der Struktur Strahlungswerte zwischen 0,02 und 0,04 Millisievert pro Stunde (jeweils Gesamtmenge an Gamma- und Betastrahlung). Das geht aus einem Bericht das Kraftwerksbetreibers TEPCO hervor.

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