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Fukushima aktuell: NRA bezweifelt Sinn weiterer Robotermissionen

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: PMORPH-Roboter im Sicherheitsbehälter, 18. März 2017 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: PMORPH-Roboter im Sicherheitsbehälter, 18. März 2017 (Foto: TEPCO)

Das Roboterzeitalter nähert sich seinem Ende – das könnte man zumindest meinen, wenn man nach dem jüngsten Einsatz am AKW Fukushima heute die Haltung einiger Verantwortlicher liest.

Weitere Fukushima News befassen sich mit Kenntnissen innerhalb des Unternehmens und einer kleinen Erfolgsmeldung von TEPCO. Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. März 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • NRA bezweifelt Sinn weiterer Robotermissionen
  • Hälfte der befragten TEPCO-Angestellten vermuteten Kernschmelze
  • Reparaturen an Leuchtturm des AKW Fukushima
NRA bezweifelt Sinn weiterer Robotermissionen

Teile der Atomaufsichtsbehörde NRA ziehen die Sinnhaftigkeit weiterer Reaktor-Untersuchungen durch ferngesteuerte Roboter zur Erfassung von Strahlungswerten und sonstigen Daten in Zweifel.

Sie fordern neue Untersuchungsmethoden, da die technische Entwicklung lang dauert, die Robotereinsätze schwierig und langwierig sind und nach Ansicht dieser Experten vergleichsweise wenig Informationen liefern.

Ein Grund dafür, dass diese Ansage jetzt erfolgt, ist sicher der gestern beendete Einsatz im Sicherheitsbehälter von Reaktor 1. Aufgrund von Rohrleitungen und Ablagerungen hatte TEPCO mit der Kamera nicht an alle geplanten Stellen vordringen können.

Auch die Finanzen dürften ein wesentlicher Grund sein, denn die Entwicklungen durch das Internationale Forschungsinstitut zur Stilllegung von Atomanlagen (IRID), die seit 2014 laufen, werden bis Ende März kommenden Jahres, etwa sieben Milliarden Yen kosten.

Welche Konsequenzen die Äußerungen durch Mitglieder der NRA haben werden und ob bereits Alternativen zu Roboter-Einsätzen und Myonen-Scans in Planung sind, bleibt abzuwarten. Über die Kritik berichtete die Asahi Shimbun.

Hälfte der befragten TEPCO-Angestellten vermuteten Kernschmelze

Der Status der Reaktoren des AKW Fukushima Daiichi während der Akutphase der Krise war lange ein Streitpunkt, denn schließlich wurde seinerzeit sogar der Gebrauch des Begriffs „Kernschmelze“ durch eine interne Anweisung untersagt.

Am Mittwoch legte nun ein gemeinsamer Prüfungsausschuss der Präfektur Niigata und des Kraftwerksbetreibers TEPCO die Auswertung einer Befragung von 4.225 früheren Verantwortlichen des AKW Fukushima Daiichi vor.

Die Befragungen liefen seit November vergangenen Jahres und ergaben 4.074 gültige Antworten – mit einem Ergebnis, das manchen Leser überraschen könnte.

Denn von den 3.639 Angestellten, die vor der Katastrophe dort tätig waren, erklärten mit 1.730 Personen etwa die Hälfte der Befragten, man sei sich ziemlich sicher gewesen, dass es zur Kernschmelze gekommen war. Die meisten hiervon waren Beschäftigte am AKW.

Obwohl das Handbuch mit den Kernschmelze-Richtlinien praktisch unbekannt war, kannten zumindest 179 der Befragten die Kriterien für die Festlegung einer Kernschmelze. Über die Ergebnisse der Befragung berichteten Präfekturmedien.

Das Unternehmen hatte im März vergangenen Jahres vor dem parlamentarischen Ausschuss eine Entschuldigung für die Unterschätzung der Kernschmelze ausgesprochen.

Reparaturen am Leuchtturm des AKW Fukushima abgeschlossen

Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi veröffentlichte am heutigen Freitag neues Bildmaterial, das Reparaturen am Leuchtturm an der Kraftwerksanlage dokumentiert.

AKW Fukushima: Leuchtturm am 11. März 2017 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Leuchtturm am 11. März 2017 (Foto: TEPCO)

Die Aufnahmen vom 9. Februar und 11. März 2017 zeigen zunächst die fehlende Konstruktion einer externen Leiter, die im Zuge der Arbeiten dann angebracht wurde.

Mit dem heutigen Tag gelten die durchgeführten Arbeiten offenbar offiziell als abgeschlossen.

Weitergehende Angaben zu den Maßnahmen an der Konstruktion machte das Unternehmen nicht.

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