Fukushima aktuell: NRA billigt Ausweitung der Eiswall-Arbeiten

Fukushima aktuell: NRA billigt Ausweitung der Eiswall-Arbeiten

1278
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Einleitung des Kühlungsprozesses am 31. März 2016 (Foto: TEPCO)
Dies war der erste Schritt: Einleitung des Kühlungsprozesses am 31. März 2016 (Foto: TEPCO)

Einen großen Schritt nach vorne kann möglicherweise der Betreiber des AKW Fukushima heute verbuchen. Auch weitere Fukushima News, die aus Japan aktuell gemeldet werden, werfen ein positives Licht auf die Entwicklungen.

Allerdings ist nicht alles Gold was glänzt, das zeigen die Einzelheiten zu diesen Meldungen im Spreadnews Japan-Ticker vom 2. Juni 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • NRA billigt Ausweitung der Eiswall-Arbeiten
  • Fukushima-Reis erstmals nach Katar geliefert
  • Technischer Defekt war Ursache für mehrfachen Alarm

NRA billigt Ausweitung der Eiswall-Arbeiten: Am heutigen Donnerstag genehmigte die japanische Atomaufsichtsbehörde NRA den Plan des Kraftwerksbetreibers TEPCO, die Arbeiten am so genannten Eiswall am AKW Fukushima Daiichi auszudehnen.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken war im März zwar der Start der Gefrierarbeiten bekannt gegeben, jedoch vorerst auf das 820 Meter messende Teilstück auf der Küstenseite des Kraftwerksgeländes beschränkt worden.

Da jedoch keine schwerwiegenden Probleme auftraten, will das Unternehmen mit Genehmigung der NRA schrittweise fortfahren und schließlich den Eiswall um die Reaktoren 1 bis 4 schließen.

Ob die Einschätzungen nach der Fertigstellung des Eiswalls den täglichen Wasserzufluss in den Reaktorbereichen drastisch senken zu können erfüllt werden, bleibt abzuwarten. Einen offiziellen Fertigstellungstermin gibt es noch nicht.

Kritiker des Eiswalls erklären, die Konstruktion werde die Hoffnungen nicht erfüllen.

Bereits jetzt wird am Eiswall nachgebessert und Ende der Woche soll mit Betoneinspritzungen auf Stellen reagiert werden, an denen die Bodenschichten aufgrund schnellen Grundwasserflusses nicht wie geplant gefrieren.

Ob dieser Schritt wirksam sein wird, soll sich jedoch frühestens nach einem Monat zeigen. Auch für diese notwendigen Hilfsmaßnahmen gab die NRA ihre Erlaubnis.

Wann die Genehmigung für die Durchführung aller Maßnahmen tatsächlich konkret Anwendung findet, bleibt abzuwarten. die aktuellen Entscheidungen der Atomaufsicht berichteten Mainichi Shimbun und Präfekturmedien.

Fukushima-Reis erstmals nach Katar geliefert: Mit einer Festivität begann der Verkauf von Reis aus der Präfektur Fukushima in Katar. Es handelt sich um den ersten Export in einen Staat des Nahen Ostens.

Nun hofft man, im Nahen Osten einen neuen Markt für Präfekturprodukte etablieren zu können. Verschiedene Initiativen bewerben seit Jahren die Waren auf Sonderveranstaltungen und versuchen ausländische Abnehmer zu finden.

Den jetzigen Verkaufsstart in Katar führen sie daher auch auf eine PR-Kampagne zurück – im Februar wurden die Produkte auf der weltweit größten Messe des Lebensmittelhandels im Emirat Dubai vorgestellt.

Über den Erfolg berichtete die NHK. In der Vergangenheit hatten bereits einige andere Länder sich bereit erklärt, Lebensmittel aus der japanischen Region zu importieren. Insbesondere Nachbarstaaten halten dagegen Importverbote weiterhin aufrecht.

Technischer Defekt war Ursache für mehrfachen Alarm: Nach Angaben von TEPCO ist der gestern gemeldete mehrfache Alarm wegen radioaktiver Luftbelastung auf einen technischen Defekt des Messpostens zurückzuführen.

Sowohl die Untersuchung des Geräts, als auch die Analysen der Filter belegten, dass es sich um Fehlalarme gehandelt habe, erklärte der Kraftwerksbetreiber heute.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT