Fukushima aktuell: NRA fordert Reduzierung von radioaktivem Reaktorwasser

Fukushima aktuell: NRA fordert Reduzierung von radioaktivem Reaktorwasser

Atomaufsicht sieht Reaktorwasser als Sicherheitsrisiko an

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Artikelbild - AKW Fukushima: Blick auf die Reaktoren am 15. März 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Blick auf die Reaktoren am 15. März 2011 (Foto: TEPCO)

Die Atomaufsichtsbehörde NRA stellte dem Betreiber des AKW Fukushima heute klare Forderungen, deren Umsetzungschancen jedoch deutlich weniger klar sind – greifen diese Fukushima News doch Probleme auf, die in Japan aktuell noch ungelöst sind.

Einzelheiten zu Forderungen und Problematik gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. Juli 2016.

Unser heutiges Thema:

  • TEPCO zur Reduzierung von Reaktorabwässern aufgefordert
TEPCO zur Reduzierung von Reaktorabwässern aufgefordert

Am heutigen Dienstag wies die Atomaufsichtsbehörde NRA den Betreiber des AKW Fukushima Daiichi an, die Menge, sowie die Strahlungswerte des hochgradig radioaktiven Wassers in den Reaktorgebäuden zu reduzieren.

Diese Forderung trägt dem Risiko eines massiven Wasseraustritts im Fall eines Tsunami Rechnung und wird von zwei Konzepten für mögliche Maßnahmen begleitet, die jedoch beide Schwierigkeiten bei der Umsetzung aufweisen.

So solle das Unternehmen zu diesem Zweck erwägen, die Zahl der Lagertanks auf dem Kraftwerksgelände über das Maß zu erhöhen, das zur Einlagerung der täglich anfallenden Abwässer benötigt wird, damit Wasser aus den Gebäuden dorthin abgeleitet werden könne.

Ein weitere Möglichkeit sei eine sorgfältige Reinigung des Wassers durch Filteranlagen, um es dann im Kühlkreislauf für die Reaktoren wiederzuverwenden. Problematisch dabei ist, dass sich beispielsweise Tritium bislang überhaupt nicht effektiv filtern lässt.

Gegenwärtig wird die Menge an radioaktivem Wasser in den Reaktoren auf 61.600 Tonnen geschätzt, so dass bei einer Reduzierung der Wassermenge in den Reaktoren unvermeidlich weitere Lagertanks erforderlich werden würden.

TEPCO musste bereits die Wiederverwendung unsicherer Bolzentanks veranlassen, da die Produktion und Lieferung von verschweißten Stahltanks für die Einlagerung radioaktiver Abwässer nicht den Bedarf decken kann. Über die Anordnung berichteten jiji und NHK.

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