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Fukushima aktuell: NRA will AKW stärker sichern

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Artikelbild - AKW-Fukushima: Digitalmodell der Anlage (Simulation: TEPCO)
AKW Fukushima: NRA will mehr Sicherheit für die Anlage (Simulation: TEPCO)

Für die Aufsichtsbehörde war die Sicherheit des AKW Fukushima, heute mehr als nur Anlass für eine Sitzung, da man entscheidende Risiken nicht ausreichend eingedämmt sieht. Weitere Fukushima News, etwa zur Grundwasserbarriere, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. Juli 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Strengere Sicherheitsregeln für AKW Fukushima geplant
  • Presse erhält Zugang zu Baugelände der Grundwasserbarriere
  • Taifun Neoguri könnte am Freitag AKW Fukushima erreichen

Strengere Sicherheitsregeln für AKW Fukushima geplant: Auf einem heutigen Treffen der Atomaufsichtsbehörde NRA wurde die Notwendigkeit verbesserter Sicherheitsregelungen diskutiert. NRA-Mitglied Toyoshi Fuketa betonte die Gefahr durch radioaktive Abwässer bei weiteren schweren Naturkatastrophen, oder Betriebsstörungen.

AKW Fukushima: Inspektion und Kontrollgang an den Wassertanks (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Inspektion und Kontrollgang an den Wassertanks (Symbolfoto: TEPCO)

Shunichi Tanaka, Vorsitzender der NRA, teilt die Ansicht der Notwendigkeit verschärfter Sicherheitsmaßnahmen, so dass die Behörde umgehend Risikoeinschätzungen von sicherheitsrelevanten Faktoren  zusammenstellen wird. Anhand der Auswertungen soll die Sicherheit bei der Stilllegung der Anlageerhöht werden.

Diese zusätzlichen Sonderregelungen sollen an die bereits beschlossenen verschärften AKW-Bestimmungen anknüpfen. Das berichtet die NHK.

Nach den Kernschmelzen war es in den vergangenen drei Jahren zu Stromausfällen, Wasserlecks, Bedienungsfehlern, Stopps von Filteranlagen, Ölaustritten, Ausfällen von Kühlsystemen, Ventilschäden, Sturmfolgen und Arbeitsunfällen gekommen.

Presse erhält Zugang zu Baugelände der Grundwasserbarriere: Kraftwerksbetreiber TEPCO gewährte Medienvertretern Zutritt zum Baubereich der Grundwasserbarriere. Die von Medien auch als „Eiswall“ bezeichnete Grundwasserbarriere soll durch einen Kühlkreislauf den Boden so weit gefrieren lassen, um als Schutz vor Grundwasser dienen zu können.

Vor Ort bohren die Kraftwerksarbeiter 30 Meter tiefe Öffnungen, in die später Rohre hinabgelassen werden sollen. Sobald die unterirdischen Rohrleitungen um die Reaktorgebäude 1 bis 4 verlegt sind, soll dort eine Kühlflüssigkeit zirkulieren. Der gefrorene Boden soll vor allem verhindern, dass radioaktiv belastetes Grundwasser in den Pazifik gelangt.

Deshalb wird dem Küstenbereich der Grundwasserbarriere besondere Bedeutung beigemessen.

Die Angestellten vor Ort sind vom späten Nachmittag bis zum Abend tätig, um gesundheitliche Probleme durch Überhitzung und Dehydration zu verhindern. Sollten die Arbeiter keine Fehler machen und keine ungeplanten Probleme auftreten, könnte mit der Zirkulation des Kühlmittels im kommenden März begonnen werden. Über den Besuch der Anlage berichtete die NHK.

Da es jedoch an mindestens einem Punkt eine Überschneidung zwischen dem Eiswall und einem vollgelaufenen Tunnel geben wird, bei dem eine chemische Aushärtung bislang erfolglos blieb, könnte dies die Arbeiten an der Grundwasserbarriere behindern. Ein NRA-Mitglied erklärte sogar, das Großprojekt sei „sinnlos“ wenn nicht zuvor der Tunnel trocken gelegt werden könnte.

Taifun Neoguri könnte am Freitag AKW Fukushima erreichen: Prognosen der japanischen Wetterbehörde zufolge, wird der Taifun Neoguri am morgigen Donnerstag Zentraljapan erreichen. Mit einer Ankunft auf dem Gelände der Kraftwerksanlage Fukushima Daiichi ist vermutlich am Freitag zu rechnen.

Die Behörde gab heute für viele Teile Japans eine Unwetterwarnung aus, darunter auch die Präfektur Fukushima. Für die Gebiete der Gemeinden Futaba und Okuma, auf deren Gebiet die Kraftwerksanlage liegt, werden schwere Regenfälle, Unwetter und mögliche Überschwemmungen prognostiziert.

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