Start Aktuelles Fukushima aktuell: NRA will mehr Akzeptanz für Messposten-Demontage

Fukushima aktuell: NRA will mehr Akzeptanz für Messposten-Demontage

Japans Atomaufsicht gibt sich verständnisvoll - bleibt in der Sache aber hart.

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Artikelbild - Präf. Fukushima: Mehrere Messposten trotz Gittern vorsätzlich beschädigt (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Präfektur Fukushima: Atomaufsicht will Verständnis für Entfernung öffentlicher Messposten (Symbolfoto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Wenn die Atomaufsichtsbehörde in Fukushima heute um Verständnis für die Entsorgung von Messposten bittet, während die Menge an Dekontaminationsabfällen in Japan aktuell ein neues Hoch erreicht, ist nachvollziehbar, dass diese Meldungen ihren Weg in die Fukushima News finden.

Die Details gibt es im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. Juli 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • NRA will mehr Akzeptanz für Entfernung der Strahlungsmessposten
  • Eine Million Kubikmeter an Dekontaminationsabfällen in Zwischenlager
NRA will mehr Akzeptanz für Entfernung der Strahlungsmessposten

Der Vorsitzende der japanischen Atomaufsichtsbehörde NRA, Toyoshi Fuketa, reagiert auf die wiederholte Kritik an den Plänen zur Demontage öffentlicher Messposten für Radioaktivität innerhalb der Präfektur Fukushima.

Messposten hinter Gittern am 14. Juli 2012 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Messposten in der Präfektur Fukushima am 14. Juli 2012 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Er sprach davon, dass man nicht beabsichtige, die Maßnahme „aufzuwingen“, zumal es völlig verständlich sei, dass bezüglich dieser Angelegenheit unterschiedliche Meinungen vorherrschen.

Daher plane man, das Gespräch mit den Bürgern zu suchen, sich ihre Standpunkte anzuhören und sie über das Vorgehen aufzuklären, um so mehr Verständnis für die Entfernung der Strahlungsmessposten zu gewinnen.

Denn die Position der Regierung steht ohnehin bereits fest.

Noch in diesem Jahr soll die Messposten-Demontage in der Gemeinde Saigo beginnen. Weitere Standorte werden mit großer Wahrscheinlichkeit folgen.

Auch Fuketa machte keinen Hehl daraus, dass aufgrund „beschränkter Finanzmittel“ dieser Schritt letztlich nicht vermeidbar sei.

Jüngste Umfragen dokumentieren, dass die Entfernung von 2.400 der insgesamt 3.000 Standorte zum großen Teil abgelehnt wird. Im Rahmen der Befragung durch einen lokalen Fernsehsender lehnten 45,9 Prozent der Befragten diesen Schritt ab. Lediglich 25 Prozent befürworteten ihn.

Über die aktuellen Entwicklungen berichteten Präfekturmedien.

Eine Million Kubikmeter an Dekontaminationsabfällen in Zwischenlager

Seit dem Beginn der Lieferung von Dekontaminationsabfällen im laufenden Fiskaljahr hat sich die Menge im Zwischenlager auf dem Gelände der Gemeinden Futaba und Okuma auf nunmehr eine Million Kubikmeter summiert.

"Furekon" - Säcke mit kontaminiertem Erdreich nahe Okuma (Foto: Copyright by Ai Kon, Fukushima-ken)
Säcke mit kontaminiertem Erdreich nahe Okuma (Foto: Copyright by Ai Kon, Fukushima-ken)

Das Umweltministerium geht davon aus, dass die abschließende Gesamtmenge bei völliger Auslastung des Lagers auf etwa 16 Millionen Kubikmeter ansteigen wird.

Bis zum Fiskaljahr 2020 sollen mit 12,5 Millionen Kubikmeter etwa 80 Prozent der Arbeiten abgeschlossen sein.

Von den etwa 50 Städten und Gemeinden, aus denen radioaktiv kontaminierte Abfälle entsorgt werden müssen, haben bislang 22 Ortschaften ihren Transfer abschließen können. Nach Sicht des Ministeriums läuft derzeit alles wie geplant.

Über die aktuellen Zahlen zum Abtransport der belasteten Abfälle, die aufgrund der Dekontaminationsmaßnahmen anfielen, berichteten Präfekturmedien.