Start Aktuelles Fukushima aktuell: Obon-Fest ermöglicht zeitweise Rückkehr ins Sperrgebiet

Fukushima aktuell: Obon-Fest ermöglicht zeitweise Rückkehr ins Sperrgebiet

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Artikelbild - Laternen zum Totenfest Obon (Foto: Michael Hicks cc-by)
Laternen zum Totenfest Obon (Foto: Michael Hicks cc-by)

Der durchgeführte Neustart des Reaktors am AKW Ikata führte auch in der Präfektur Fukushima heute zu Protesten. Dort gibt es allerdings auch eigene Probleme, denn durch die Heimkehrer während des Totenfestes kommt es zu Staus und überfüllten Zügen.

Einzelheiten, sowie weitere Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. August 2016.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Sondererlaubnis für die Rückkehr während des Obon
  • Suche nach Tohoku-Katastrophenopfern
Sondererlaubnis für die Rückkehr während des Obon

Anlässlich des buddhistischen Totenfestes Obon, das in großen Teilen des Landes vom Abend des 13. bis 16. August begangen wird, hat die Regierung nun besondere Genehmigungen für eingeschränkte Rückkehr in gesperrte Gebiete angekündigt.

Hierfür ist lediglich ein Antrag bei der zuständigen Gemeinde erforderlich, sofern durch Dekontaminationsmaßnahmen die Umgebungsradioaktivität vor Ort ausreichend gesenkt werden konnte. In diesen Fällen sind auch Übernachtungen möglich.

Während des Festes sollen nicht nur die Ahnen zu den Hinterbliebenen zurückkehren, sondern das ganze Land ist unterwegs, so dass die Familiemitglieder in ihren Heimatorten gemeinsam das Fest begehen können.

Für die Gemeinde Okuma, auf dessen Gebiet ein Teil der Anlage des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi befindet und der Bau eines Zwischenlagers für radioaktiv belastetes Erdreich läuft, gibt es bislang von 40 Personen aus 13 Haushalten entsprechende Anträge.

Über die angekündigten Rückkehrer während der buddhistischen Feierlichkeiten, die mit traditionellen Tänzen verbunden sind, berichteten Präfekturmedien.

Suche nach Tohoku-Katastrophenopfern

Fünf Jahre und fünf Monate seit dem Tohoku-Großbeben und dem verheerenden Tsunami machten sich gestern erneut freiwillige Helfer auf, um nach sterblichen Überresten und persönlichen Gegenständen zu suchen.

An der Suchaktion beteiligten sich auch die Polizei und Feuerwehr der Stadt Futaba (Präf. Fukushima), sowie Privatpersonen. Im Fall der aktuellen Bemühungen kamen im Fischereihafen von Tomioka sogar Polizeitaucher und ein Unterwasser-Roboter zum Einsatz.

Offiziell gelten dort noch 197 Personen als vermisst. Die Helfer wollen den Überlebenden endgültige Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen verschaffen und wichtige Erinnerungsstücke sicherstellen.

Als Ergebnis der Aktion wurden in Namie (Bezirk Tanashio) zwei Knochensplitter entdeckt. Ob es sich bei dem Fund um menschliche Gebeine handelt, wird derzeit untersucht. Über den Einsatz der Helfer berichteten Präfekturmedien.

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