Start Aktuelles Fukushima aktuell: Offenbar geschmolzene Brennelemente entdeckt

Fukushima aktuell: Offenbar geschmolzene Brennelemente entdeckt

Erster Corium-Fund in Reaktor denkbar

2199
0
TEILEN
Artikelbild - Fukushima-Reaktor 2: Möglicher Coriumfund am 30. Januar 2017 (Foto; TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Möglicher Coriumfund am 30. Januar 2017 (Foto; TEPCO)

Für große Aufregung sorgte die vom Betreiber des AKW Fukushima heute veröffentlichte Mitteilung, man habe möglicherweise erstmals geschmolzene Brennelemente entdeckt.

Weitere Fukushima News befassen sich dagegen mit der Bekämpfung radioaktiver Abwässer. Die Details gibt es wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. Januar 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Erstmals Sichtung geschmolzener Brennelemente in Reaktor 2 vermutet
  • Vorfilterungseinheit für Grundwasser fertiggestellt
Erstmals Sichtung geschmolzener Brennelemente in Reaktor 2 vermutet

Offenbar ist es dem Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi bei einem heute durchgeführten Einsatz einer Kamera erstmals gelungen, Aufnahmen von geschmolzenen Brennelementen in Reaktor 2 zu machen.

Bei den gesichteten Objekten handelt es sich um dunkle Klumpen die auf einem Gitter im unteren Bereich des Sicherheitsbehälters, unterhalb des Reaktorkerns zu sehen sind. Weder gehörten sie zur Ausstattung des AKW vor der Katastrophe, noch passen sie zu den sonstigen Trümmern.

Es wäre somit das erste mal, dass Corium, eine Masse aus zusammengeschmolzenen Brennstäben, Steuerstäben und sonstigen Trümmern, dort erfolgreich lokalisiert werden konnte.

TEPCO will die Aufnahmen nun genau auswerten, um so viele Informationen wie möglich über den Zustand im Inneren zu erfahren. Abhängig von den Ergebnissen wird der Einsatz eines Roboters, der wegen seiner Bauweise „Skorpion“ (Sasori) genannt wird, geplant.

Die Mission des Roboters soll Mitte nächsten Monats beginnen.

Weitere Aufnahmen, sowie die Erfassung von Temperatur und Strahlungswerte durch den Skorpion-Roboter werden dann vermutlich die letzten Zweifel darüber klären, ob diese Klumpen tatsächlich die geschmolzenen Überreste darstellen.

Über die Entdeckung berichteten praktisch alle japanischen Medien, darunter Kyodo, Mainichi Shimbun, Asahi Shimbun, NHK und Präfekturmedien.

Vorfilterungseinheit für Grundwasser fertiggestellt

Um die Belastung für Subdrains und andere Einrichtungen zur Bewältigung radioaktiver Abwässer zu reduzieren, arbeitete TEPCO am Bau einer Grundwasser-Vorfilterung, mit der die Konzentration von radioaktivem Material reduziert werden sollte.

Am heutigen Montag ging die Anlage um 11:28 Uhr in Betrieb und bislang traten keine Betriebsstörungen auf. Das vorgefilterte Wasser wird dann im Anschluss wie zuvor durch die anderen Filteranlagen geleitet.

Das anfallende radioaktive Material wird zu den Turbinengebäuden transportiert und dort dem Standardvorgehen für radioaktives Abwasser unterzogen. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here