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Fukushima aktuell: Olympia 2020 soll für Wiederaufbau stehen

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Artikelbild - Stadion des J-Village in Hirono (Foto: pd)
Mögliche Wiederbelebung als Olympische Sportstätte: Stadion des J-Village in Hirono (Foto: pd)

Sie soll nicht Hauptaustragungsort werden und dennoch mag die aktuelle Bemühung, die Präfektur Fukushima heute genau so wettkampftauglich zu machen wie einst, bei manchem auf Unverständnis stoßen. Weitere Fukushima News zur Olympia-Strategie jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Dezember 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Präfektur Fukushima will Beitrag zu Olympia 2020 leisten
  • Standardverklappung am AKW Fukushima durchgeführt

Präfektur Fukushima will Beitrag zu Olympia 2020 leisten: Wie Masao Uchibori, Gouverneur der Präfektur Fukushima, gegenüber der Regierung in Tokyo mitteilte, wolle die Präfektur zu den Vorbereitungen und Nebenturnieren der Olympischen Sommerspiele 2020 beitragen.

Dies sei eine Möglichkeit der Welt zu zeigen, wie sehr sich die Region Tohoku bereits nach dem Großbeben, dem Tsunami und den Kernschmelzen wieder erholt habe. Der Gouverneur verwies dabei auf die Möglichkeit, bereits bestehende Einrichtungen zu nutzen, ohne jedoch genauere Angaben zu den Disziplinen zu machen.

Nach den Gesprächen mit Yoichi Msuzoe, Präfekturgouverneut von Tokyo, erklärte dieser im Rahmen einer Pressekonferenz, die Einbeziehung von Gebieten der Region Tohoku sei durchaus eine Möglichkeit.

Er verwies darauf, dass der Sinn der Olympischen Spiele auch darin bestehe, der Welt die Fortschritte beim Wiederaufbau der Region zu zeigen und kündigte an, so weit wie möglich zusammenzuarbeiten. Das berichtete die Kyodo.

Unter Berücksichtigung der Anlagen des J-Village, scheint die dortige Durchführung von Vorrundenspielen bei entsprechenden Disziplinen als  mögliche Option für eine olympische Nutzung.

Tatsächlich sind Pläne zur Räumung des J-Village, das seit der Katastrophe die Unterkünfte für die Kraftwerksarbeiter beherbergt, bereits seit November letzten Jahres im Gespräch und auch die Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Nutzung des J-Village für olympische Zwecke ist keineswegs eine neue Option.

Vor der Fukushima-Katastrophe handelte es sich um eine der größten Sport- und Trainingszentren des Landes, das über mehrere Fußballfelder, Austragungsorte für verschiedene Mannschaftssportarten, ein beheiztes Schwimmbad, sowie ein eigenes Hotel verfügt.

Seit den Kernschmelzen und der aufgetreten radioaktiven Kontamination, war das Gebiet um das Kernkraftwerk zum Sperrgebiet mit mehreren Zonen erklärt worden. Regierung und TEPCO versuchen, das Strahlungsniveau durch Dekontaminationsmaßnahmen zu senken.

Die Gemeinde Hirono, auf deren Gebiet sich ein Teil des J-Village befindet,  wurde bereits vor Jahren für die Verwaltung wieder freigegeben, doch einstige Bewohner scheuen zum Teil selbst die zeitweise Rückkehr in offiziell wieder zugängliche Gebiete.

Standardverklappung am AKW Fukushima durchgeführt: Am heutigen Dienstag wurde erneut eine der zahlreichen Einleitungen von Grundwasser aus den Bergen durchgeführt. Die Arbeiten zwischen 10:05 Uhr und 17:11 Uhr verliefen nach Angaben von TEPCO ohne Zwischenfälle.

Bei der Umleitungsmaßnahme, die eine Zunahme radioaktive Abwässer durch hereinströmendes Grundwasser beschränken soll, wurde heute eine Gesamtmenge von 1.806 Tonnen an Wasser in den Pazifik verklappt.

 

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