Fukushima aktuell: Olympische Wettkämpfe auch in Präfektur geplant

Fukushima aktuell: Olympische Wettkämpfe auch in Präfektur geplant

Auswahl olympischer Wettkampfstätten in der Präfektur läuft

1028
0
TEILEN
Artikelbild - Stadt Koriyama, Präfektur Fukushima (Foto: pd)
Bezahlung von Wohnraum beschäftigt Evakuierte aus Fukushima. (Foto: pd)

Die Vorstellung, dass die Präfektur Fukushima heute nicht nur weiterhin bewohnt ist, sondern zudem auch Austragungsort olympischer Disziplinen werden könnte, scheint offenbar für viele Nichtjapaner befremdlich – wenn man das Medieninteresse an dieser Meldung beobachtet.

Tatsächlich befassen sich die Fukushima News aber auch mit andere Themen, wie etwa der Lebensmittelsicherheit in Japan. Diese Meldungen gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. November 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Erste olympische Wettkampfstätten in Fukushima benannt
  • OECD-Veranstaltung zur Lebensmittelsicherheit nach der AKW-Katastrophe
  • Sonderparkplatz für Fahrer von Dekontaminationstransporten
Erste olympische Wettkampfstätten in Fukushima benannt

Das Organisationskomitee der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokyo gab heute bekannt, dass ein Teil der Austragungsorte der Wettkämpfe auch in der Präfektur Fukushima liegen wird.

Drei Städte dort – Fukushima, Koriyama und Iwaki – sind potentielle Kandidaten als mögliche Austragungsorte von Baseball- und Softball-Spielen im Rahmen der Olympischen Spiele 2020.

Masao Uchibori, Gouverneur der Präfektur Fukushima und Yoshiro Mori, Präsident des Organisationskomitees trafen sich zu diesem Anlass in Tokyo.

Eine endgültige Entscheidung über den genauen Ort durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) soll auf einem Treffen vom 6. bis 8. Dezember getroffen werden. Das berichten Kyodo und Präfekturmedien.

Dass diese Entscheidung allerdings auch international Medienaufmerksamkeit erhielt, ist wohl dem Umstand zu verdanken, dass viele Menschen noch ein verzerrtes Bild von der Präfektur Fukushima, als eine Art „unbewohnbares  Niemandsland“ aufgrund radioaktiver Kontamination haben.

Einige Vorurteile halten sich nun einmal hartnäckig – und damit tut man weder den Olympioniken, noch den Einwohnern der Präfektur einen Gefallen.

OECD-Veranstaltung zur Lebensmittelsicherheit nach der AKW-Katastrophe

Seit gestern findet eine internationale Veranstaltung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und deren Behörde für Atomenergie (NEA) zum Thema Lebensmittelsicherheit nach den Ereignissen vom März 2011 in Japan statt.

An dem OECD-/NEA-Event im Corasse-Zentrum, das mit Unterstützung des japanischen Kabinettsbüros stattfindet, nehmen etwa 130 Personen, darunter auch Experten für Strahlungsschutz und aus dem Gesundheitswesen teil.

Dort berichten Interessenvertreter aus den Hersteller- und Handelsverbänden der Präfektur Fukushima über die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen und legten Zahlen zum Verzehr von lokal hergestellten Produkten aus Landwirtschaft, Forsten und Fischerei vor.

Ein Vertreter des Fleischerei-PR-Verbandes erklärte, bei keinem der 100.000 Rinder, die seit der AKW-Krise verkauft wurden, sei der Cäsium-Grenzwert für Lebensmittel überschritten worden.

Fischereiverbände erklärten das Vorgehen beim Testfang und berichteten, auch wenn die Zahl der für den Fang zugelassenen Spezies von zunächst drei auf 92 gestiegen sei, erziele man dennoch nur 5,8% der Fangmenge, die vor der Krise erreicht wurden.

Schüler aus Minamisoma berichteten als Gastredner über die Freude nach nunmehr fast sechs Jahren, wieder Reispflanzungen auf dem Reisfeld der Schule vornehmen zu können und die Initiativen zur Wiederbelebung der Landwirtschaft.

Die Veranstaltung läuft noch bis zum morgigen Donnerstag. Über das Event berichteten Präfekturmedien.

Sonderparkplatz für Fahrer von Dekontaminationstransporten

Wie das Umweltministerium gestern bekannt gab, will man in Miharu, an der Joban-Schnellstraße einen gesonderten Parkplatz für Transporter mit radioaktiv belastetem Erdreich aus Dekontaminationsarbeiten zur Verfügung stellen.

Weitere Sonderparkplätze könnten folgen. Das Ministerium will Informationen über das künftige Angebot auf seiner Webseite veröffentlichen. Das berichten Präfekturmedien.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT