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Fukushima aktuell: Panne bei Strahlungskontrollen von Lebensmitteln

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Artikelbild - Lebensmittelauswahl in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)
Ausländische Kunden wissen wenig über japanische Lebensmittelsicherheit (Symbolfoto, Copyright by KJ)

Die Lebensmittelsicherheit ist seit der Kraftwerkskatastrophe für die Präfektur Fukushima heute noch eines der schwerwiegendsten Imageprobleme. Wenn nun von einer Panne berichtet wird, dürfte das nicht gerade das Vertrauen der Verbraucher stärken.

Unterdessen meldet TEPCO die Aufklärung eines bereits bekannten Wasserlecks und sieht positive Aussichten. Die Details der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 11. November 2015.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Untersuchung nach Leck an Verbindungsleitung
  • Rückruf von Lebensmitteln ohne Strahlungskontrolle

Rückruf von Lebensmitteln ohne Strahlungskontrolle: Mehrere Geschäfte in der Präfektur Fukushima haben Produkte verkauft, ohne das vorher einer offizielle Strahlungskontrolle durchführt wurde.

Die Geschäfte führen jetzt eine freiwillige Rückrufaktion durch.

Betroffen sind schwarze Sojabohnen und Azukibohnen die in einer Filiale der „Super Kikuta“ Kette in Nihonmatsu (Bezirk Ota) und einer Filiale von „Marukai Sato“ in der Stadt Fukushima (Bezirk Kanayagawa), verkauft wurden.

Eine Untersuchung ergab bei unverkauften Azukibohnen eine Cäsiumkonzentration von 6,1 Becquerel pro Kilogramm, was deutlich unter dem Grenzwert für Lebensmittel liegt. Dieser beträgt 100 Becquerel pro Kilogramm.

Wie die Präfekturverwaltung versichert, werden nur Produkte aus Regionen verkauft, die sich bei vorangegangenen Tests als sicher erwiesen haben. Im aktuellen Fall wurden die Waren vor der Prüfung verladen. Auch dem Großhändler fiel der Mangel nicht auf. Über die Entdeckung berichteten Präfekturmedien.

Untersuchung nach Leck an Verbindungsleitung: Kraftwerksbetreiber TEPCO gab weitere Einzelheiten zum Leck an einer Transferleitung im Gebäude der Abfallentsorgungsanlage bekannt.

Am vergangenen Freitag hatte TEPCO zunächst zwei Wasserlachen entdeckt und Wasser, das aus einem Vinylschlauch tropfte. Weitere Angaben machte das Unternehmen zunächst nicht.

Bei dem Wasser handelt es sich vermutlich um eine Mischung aus kontaminiertem Grundwasser und Wasser, das über die Leitungen aus Reaktor 2 transportiert wurde.

Da zwei Lachen festgestellt worden waren und dort mehrere Leitungen verlaufen, wurde eine umfassendere Untersuchung durch den Kraftwerksbetreiber eingeleitet.

Nach der Entfernung der Ummantelung und einem Testlauf mit gefiltertem Wasser, konnte die genaue Leckstelle identifiziert werden. Demnach wurde nur an einer der vier Leitungen eine Verformung, sowie eine Beschädigung festgestellt.

Dass mehrere Wasserlachen entstanden, ist demnach offenbar nicht auf mehrere Leckstellen zurückzuführen, sondern durch die Lage der Leitungen bedingt. Nach dieser Erkenntnis sieht TEPCO einen Neustart der Wassertransfers als sicher an, sofern diese Leitung hiervon ausgenommen wird.

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