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Fukushima aktuell: Pannen bei Übung vor erstem Welt-Tsunami-Tag

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Artikelbild - Tsunami-Hinweisschild (Foto: Copyright by Andreas Teichert/DTRG e.V.)
Artikelbild - Tsunami-Hinweisschild (Foto: Copyright by Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Kurz vor dem Wochenende gibt es aus Fukushima heute noch einmal eher unangenehme Nachrichten, denn wenn ein Katastrophenschutzplan nicht umgesetzt werden kann, ist das sicher kritisch zu sehen.

Kritik dürften auch weitere Fukushima News hervorrufen, bei denen es um die Verschleierungsversuche bei der Kernschmelze geht. Einzelheiten gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 4. November 2016.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Pannen bei Übung vor erstem Welt-Tsunami-Tag
  • Kernschmelzen-Meldung wurde angeblich durch NISA untersagt
Pannen bei Übung vor erstem Welt-Tsunami-Tag

Anlässlich des neuen „Welt-Tsunami-Tags“, der am morgigen Samstag erstmals stattfinden wird, fand am heutigen Freitag ein präfekturübergreifender Test des Warnsystems „J-Alert“ statt – und offenbarte an mindestens acht Standorten technische Probleme.

Zu den betroffenen Gebieten gehört auch die Ortschaft Kaneyama in der Präfektur Fukushima.

Tsunami-Warnplakat (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)
Ein Tsunami-Warnplakat (Copyright: Andreas Teichert/DTRG e.V.)

Dort war die Radio/Funkdurchsage des Katastrophenschutzzentrums nicht zu hören. Ähnliche Probleme gab es in der Stadt Okayama, in der gleichnamigen Präfektur.

Dagegen erfolgte in Nonoichi (Präf. Ishikawa) die automatische Verbreitung der Katastrophenwarnung per E-Mail nicht wie vorgesehen.

Zu den acht betroffenen Standorten gehören außerdem Minamiboso (Präf. Chiba), Takatsuki (Präf. Osaka), Mimasaka (Präf. Okayama), Ama (Präf. Shimane) und das Dorf Uken (Präf. Kagoshima).

Die betroffenen Gemeinden wollen nun jeweils die genaue Ursache für das Versagen des Warnsystems ermitteln und beheben. Über die Probleme berichteten Kyodo und Präfekturmedien.

Kernschmelzen-Meldung wurde angeblich durch NISA untersagt

Am Mittwoch veröffentlichte TEPCO neue Informationen über den Umgang mit der Möglichkeit einer Kernschmelze während der Akutphase der Krise am AKW Fukushima Daiichi. Dabei wird erneut die Zurückhaltung von Informationen deutlich.

Demnach informierte das Unternehmen die damalige Aufsichtsbehörde NISA im April oder Mai 2011 auf eine Anfrage der Behörde mit der Einschätzung, das es an mindestens einem Reaktor zur Kernschmelze gekommen war.

Nachdem jedoch keine Analyseergebnisse über den tatsächlichen Zustand der Reaktorkerne vorlagen, stellte die NISA in Frage, ob eine solche Einschätzung, ohne jede faktische Grundlage, tatsächlich veröffentlicht werden sollte.

Daraufhin sei das Unternehmen angewiesen worden, den Begriff der Kernschmelze zu vermeiden. In dem entsprechenden Dokument bestätigt ein Angestellter durch eine Aussage die Anordnung.

Weitere Informationen über den Mitarbeiter der NISA und den TEPCO-Angestellten, die an diesem Austausch beteiligt waren, wollte der Kraftwerksbetreiber nicht freigeben, da dies zur Identifikation von Einzelpersonen führen könne.

Über die Ergebnisse berichteten Präfekturmedien.

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