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Fukushima aktuell: PR-Veranstaltung für Sake in Großbritannien

Sake aus der Präfektur Fukushima in London verköstigt.

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Artikelbild - PR-Veranstaltung für Fukushima-Sake in Großbritannien (Foto: Ken chawan-ya, cc-by)
PR-Veranstaltung für Fukushima-Sake in Großbritannien (Foto: Ken chawan-ya, cc-by)

Nachdem die vergangenen Tage keine nennenswerten Entwicklungen brachten, gibt es aus Fukushima heute neue Meldungen. Dabei schlagen die Fukushima News jedoch gleich einen Bogen von Japan nach Großbritannien.

Die Hintergründe hierzu gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. Oktober 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Sake aus Fukushima im Westminster Palace serviert
  • Wasserleck am AKW Fukushima
Sake aus Fukushima im Westminster Palace serviert

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Präfekturverwaltung und des Brauereiverbandes der Präfektur Fukushima, dankte man Großbritannien für die Hilfe anlässlich der Tohoku-Naturkatastrophen und der Nuklearkrise von Fukushima im März 2011.

Der Empfang fand mit Unterstützung der britisch-japanischen Parlamentariergruppe im Westminister Palace statt, wo sich die Gäste einen Eindruck von den Erzeugnissen der sechs Sakebrauereien der Präfektur Fukushima machen konnten.

Neben dem Zeichen des Dankes war die Veranstaltung aber auch ein Symbol für den Wiederaufbau – hatten doch einige Brauereien mit ihren Produkten bereits das fünfte Mal in Folge bei japanweiten. Qualitätswettbewerben gewonnen.

Tatsächlich war das Lob für den Sake groß und so verlieh die Parlamentariererin Sharon Hodgson von der Labour Party auch ihrem Wunsch Ausdruck, mehr Menschen sollten Fukushima-Sake trinken und so zum Wiederaufbau beitragen.

Natürlich handelte es sich bei dem Event nicht um eine reine Dankes-Party. Vielmehr hofft man in Japan darauf, bei derartigen PR-Veranstaltungen erste Geschäftskontakte knüpfen zu können, da eine Aufhebung von Zöllen für Sake erwartet wird.

Insgesamt waren mehr als 130 Teilnehmer, darunter Repräsentanten der britischen und japanischen Regierung, sowie Vertreter von Unternehmen beider Länder anwesend. Das Event begann bereits am Dienstag und endete heute mit einer Informationsveranstaltung.

Über die Sake-Präsentation in der britischen Hauptstadt berichteten jiji und Präfekturmedien.

Wasserleck am AKW Fukushima

Am gestrigen Mittwoch entdeckten Angestellte auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi gegen 17:01 Uhr (Ortszeit) den Austritt an einem Teil der Umkehrosmose-Filteranlage. Sofort wurde der dortige Betrieb gestoppt und Ventile geschlossen.

Das bereits ausgetretene Wasser breitete sich auf einer Fläche von 2m x 2m aus. Die Flüssigkeit verblieb jedoch innerhalb der Barriere, so dass nichts in die Umwelt gelangte. Anschließend wurden Strahlungsmessungen durchgeführt.

Diese ergaben, dass die Oberflächenwerte sich nicht von der dortigen Hintergrundstrahlung unterscheiden. Nach dem Schließen der Ventile um 17:18 Uhr wurde kein Wasseraustritt mehr nachgewiesen.

Die Betreiberfirma TEPCO meldete, man sei nach wie vor auf der Suche nach der Leckstelle und wolle die genauen Umstände ermitteln.