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Fukushima aktuell: Präfektur plant Räumungsklage gegen Evakuierte

"Freiwillig Evakuierte" sollen zudem Rückzahlungen leisten

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Artikelbild - Wohnkomplex in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)
Präfektur Fukushima will Mieter rausklagen (Symbolfoto: Copyright by KJ)

Mit der Planung einer Klage gegen eine Sondergruppe der Evakuierten, sowie der Meldung über neue Arbeitsschritte zur Brennelemente-Bergung, sorgt der Betreiber des AKW Fukushima heute für Schlagzeilen.

Die Details der Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. November 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Präfektur plant Räumungsklage gegen freiwillig Evakuierte
  • Arbeiten für künftige Brennelemente-Bergung aus Reaktor 3
Präfektur plant Räumungsklage gegen freiwillig Evakuierte

Wie am heutigen Freitag bekannt wurde, strebt die Präfektur Fukushima eine Klage gegen fünf Haushalte von so genannten „freiwillig Evakuierten“ an, die trotz der offiziellen Aufhebung der Mietkostenübernahmen weiter in den Häusern wohnen.

Als „freiwillig Evakuierte“ bezeichnet man Personen, die nach dem Ausbruch der Kraftwerkskrise im März 2011 aus Regionen flohen, für die offiziell noch keine Evakuierungsaufforderung ausgesprochen worden war.

Nach der Zeit in Notunterkünften, bemühte man sich um eine Unterstützung der besseren Unterbringung von Evakuierten und so erfolgte eine vollständige Mietkostenübernahme bzw. anteilige Bezuschussung der Mietkosten.

Doch im Fall der freiwillig Evakuierten war das Konzept bereits seit 2015 ein Dorn im Auge und so lief trotz Protesten, die Regelung für diese Personengruppe im März diesen Jahres aus. Eine anteilige Bezuschussung bei sozial Schwachen bleibt allerdings möglich.

Die Einwohner von fünf Haushalten leben jedoch weiterhin in Wohnungen, deren Mieten nicht mehr übernommen werden. Nun plant die Präfekturverwaltung, die Betroffenen aus den Wohnungen zu klagen und die entgangenen Mieteinnahmen zurückzufordern.

Es ist das erste Mal, dass eine derartige Klage angestrebt wird.

Die notwendigen Dokumente sollen den Vertretern der Präfekturversammlung beim regulären Treffen im Dezember vorgelegt werden. Über die Pläne berichteten Präfekturmedien.

Arbeiten für künftige Brennelemente-Bergung aus Reaktor 3

Am gestrigen Donnerstag veröffentliche TEPCO einen Bericht über Arbeiten, die eine künftige Bergung von Brennelementen aus Reaktor 3 ermöglichen sollen.

AKW Fukushima: Anlieferung einer Brennelemente-Wechselmaschine am 8. November 2017 (Foto: Copyright by TEPCO)
AKW Fukushima: Anlieferung einer Brennelemente-Wechselmaschine am 8. November 2017 (Foto: Copyright by TEPCO)

Demnach wurden ein Kran und die Brennelementewechselmaschine auf dem Seeweg zum Kernkraftwerk Fukushima Daiichi gebracht und dort weiter zum Standort transportiert. Dort stehen nun die entsprechenden Bauarbeiten an.

Sobald die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen sind, können die Maßnahmen zur Anbringung der Wechselmaschine und des Krans begonnen werden.

Derzeit sind hierfür als Termine der morgige Samstag und der 20. November vorgesehen.

Das Unternehmen versichert, insbesondere bei der künftigen Bergung von Brennelementen der Sicherheit oberste Priorität einzuräumen. Über die kommenden Arbeitsschritte in diesem Monat berichtete TEPCO.

Es handelt sich um die erste Meldung seit September, bei der TEPCO wieder Bildmaterial zum geschilderten Sachverhalt liefert.

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