Start Aktuelles Fukushima aktuell: Präfektur trennt Bauerlaubnis und Einlagerung von Dekontaminationsabfällen

Fukushima aktuell: Präfektur trennt Bauerlaubnis und Einlagerung von Dekontaminationsabfällen

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Artikelbild: Einsatzkarte für Katastrophenhilfe nach der Fukushima-Katastrophe (Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Einsatzkarte für Katastrophenhilfe nach der Fukushima-Katastrophe (Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Klang die Bauerlaubnis für Zwischenlager wie der absolute Durchbruch, gibt es aus der Präfektur Fukushima heute gemeldete Hürden. Auch wenn die Regierung in Tokyo einigen Punkten bereits entsprach – die Fukushima News zeigen, dass die Beseitigung radioaktiver Dekontaminationsabfälle weiterhin eine Herausforderung darstellen wird. Weitere Meldungen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 2. September 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Deformierter Öltank am AKW leergepumpt
  • Zustand der Brennelemente in Reaktor 3 weiter unklar
  • Präfektur gibt Bedingungen für Zwischenlager bekannt

Präfektur gibt Bedingungen für Zwischenlager bekannt: Nach der Zusage der Präfektur Fukushima zu den Plänen mehrerer Zwischenlagerbaus in den Gemeinden Futaba und Okuma, betonte Yuhei Sato, Gouverneur der Präfektur, der Bau eines Lagers und die Lagerung radioaktive Dekontaminationsabfälle würden zwei unterschiedliche Sachverhalte darstellten.

Die Präfektur hat somit bislang nur dem Bau von Zwischenlagern, nicht jedoch der Einlagerung zugestimmt. Daher stelle man fünf Bedingungen, um sowohl den Bau, als auch die Lagerung akzeptieren zu können. Diese sollen nach dem Willen der Präfekturverwaltung auch gesetzlich geregelt werden. Die von der Präfektur geforderten Punkte sind im Einzelnen:

  • Eine Beschränkung der Lagerung auf 30 Jahre
  • Zahlung von 301 Milliarden Yen für die örtlichen Verwaltungen
  • Sicherheit der Transportwege und Gemeinden entlang der Strecke
  • Sicherung der Transporte und der Zwischenlager
  • Sicherheitsvereinbarung zur Lagerung zwischen Regierung Präfektur und beiden Gemeinden

Diese Regelungen berücksichtigen die Angst der Einwohner von Futaba und Okuma, bei Orte könnten unfreiwillig zu Endlagern für die erwarteten 20 Millionen Kubikmetern an kontaminiertem Material. Derzeit sind radioaktives Erdreich, Laub und weitere Dekontaminationsabfälle auf 54.000 Standorte in der gesamten Präfektur, darunter Privatgrundstücke und Parkplätze verteilt. Das berichtete die Asahi Shimbun.

Deformierter Öltank am AKW leergepumpt: Einige Schweröltanks auf dem Kraftwerksgelände des AKW Fukushima Daiichi wurden aufgrund des Tohoku-Erdbebens im März 2011 gewaltsam verformt oder beschädigt, so dass in einigen Fällen auch Öl austrat. Heute wurde um 9:35 Uhr aus einem der Öltanks mit dem Abpumpen der bislang darin verbliebenen 135.000 Liter begonnen und in mobile Tanks geleitet, um sie dann in Behältern des Gefahrgutbereichs einlagern zu können. Das berichtet der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Zustand der Brennelemente in Reaktor 3 weiter unklar: Nachdem es am Freitag und dem gestrigen Montag während Räumarbeiten zum Sturz von Trümmerteilen in ein Abklingbecken gekommen war, ist der Zustand der dort gelagerten Brennelemente weiterhin unklar.

Nach Auskunft von TEPCO hält das Gestell der Brennelemente Belastungen bis 750 Kilogramm stand. Nach dem Zwischenfall liegen nun 570 Kilogramm auf der Haltung und den zehn Brennelementen. Unterwasseraufnahmen geben bislang keine Auskunft über den Zustand der Brennelemente, da die Sicht durch die Trümmer verhindert wird.

Da nach Angaben von TEPCO bislang keine stark erhöhte Konzentration von radioaktivem Material im Becken nachgewiesen wurde und Messungen keine Auffälligkeit zeigen, geht der Kraftwerksbetreiber aus, dass die Brennelemente unbeschädigt geblieben sind. Nach dem Sturz eines Stahlträgers in das Abklingbecken im September 2012 waren ebenfalls keine Probleme aufgetreten.

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