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Fukushima aktuell: Präfektur wirbt in Paris mit Sicherheit ihrer Produkte

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Artikelbild - japanische Mahlzeit (Foto: Copyright by KJ)
Sicherheit von Lebensmitteln aus Fukushima von wirtschaftlichem Interesse (Symbolfoto: Copyright by KJ)

Die Sicherheit von Lebensmitteln war aufgrund der Folgen der Reaktorkatastrophen in Japan ein kritisches Thema und so hängt Lebensmitteln aus der Präfektur  Fukushima heute immer noch ein zweifelhafter Ruf an. Dem will man nun entgegentreten und der durch die Kontamination geschädigten Verkauf regionaler Spezialitäten auch international fördern.

Weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 28. Januar 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Paris präsentiert Produkte der Präfektur Fukushima
  • TEPCO will Wiederaufbauzentrum nach Tomioka verlegen
  • Test zur abfallsfreien Walddekontamination in Hirono
  • Präfektur Fukushima fordert Nachbesserungen

Paris präsentiert Produkte der Präfektur Fukushima: Im Rahmen eines gemeinsam ausgerichteten Events boten die Stadt Paris und die Präfekturleitung von Fukushima den etwa 120 Gästen nicht nur einen Eindruck von den Fortschritten beim Aufbau der Präfektur – die Besucher konnten sich auch von den kulinarischen Vorzügen überzeugen lassen.

Nachdem Terunori Igarashi, der Leiter des Tourismusbüros Fukushima erläutert hatte, welchen strengen Strahlungstests die Lebensmittel aus der Region unterzogen werden, konnten sich die Anwesenden an vier verschiedenen Sorten von Sake der Präfektur erfreuen.

Ziel der Veranstaltung war es, den Wiederaufbau der Präfektur zu demonstrieren und für die Sicherheit der landwirtschaftlichen Produkte zu werben.

Unterhalten wurden die Gäste, zu denen auch die Eigentümer französischer Restaurants und die Mitglieder einer französischen Fukushima-Unterstützungsgruppe gehörten, durch eine Präsentation von touristisch interessanten Sehenswürdigkeiten.

Japanisches Gericht (Foto: Copyright by KJ)
Sicherheit von Produkten aus Fukushima beworben (Symbolfoto: Copyright by KJ)

Die Region Tohoku und mit ihr auch die Präfektur Fukushima, war vor dem Erdbeben und Tsunami 2011 nicht zuletzt aufgrund von Festen wie dem Soma-Nomaoi, als auch wegen regionaler Spezialitäten bekannt.

Über die Aktion, in deren Rahmen sich die japanischen Gäste auch für die Unterstützung durch Frankreich während der Akutphase der Tohoku-Krise bedankten, berichteten unter anderem auch jiji und die NHK.

TEPCO will Wiederaufbauzentrum nach Tomioka verlegen: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am heutigen Dienstag mitteilte, plant das Unternehmen für das Fiskaljahr 2015 die Verlegung des Sitzes der Abteilung für Wiederaufbau nach Tomioka. Die Stadt befindet sich im 20-Kilometer-Radius um das AKW Fukushima Daiichi und ist Teil des Standorts des AKW Fukushima Daini.

Der Elektrizitätskonzern geht davon aus, dass die Verlegung zum Wiederaufbau der Infrastruktur und dem Erstarken der örtlichen Wirtschaft beitragen wird. Die Stadtverwaltung strebt an, ab Fiskaljahr 2017 die ehemaligen Einwohner nach Dekontaminationsarbeiten wieder zur Rückkehr bewegen zu können. Das berichtete die Kyodo.

Test zur abfallsfreien Walddekontamination in Hirono: Die Ortschaft Hirono, die sich innerhalb der 30-Kilometer-Zone um das AKW Fukushima Daiichi befindet, war im Zuge der AKW-Katastrophe vollständig evakuiert wurden. Die geplante Rückkehr läuft nur langsam an, da das Fehlen von Zwischenlagern für belastetes Erdreich und Laub die Dekontaminationsarbeiten behindert.

Heute begann die Verwaltung der Ortschaft mit Unterstützung der Präfekturleitung mit dem Kurztest eines Dekontaminationskonzepts, bei dem keine Abfälle anfallen. Testgebiet ist ein 200 Quadratmeter messendes Waldstück. Hier wird der Boden mit zehn Zentimeter dicken Säcken voll mit unkontaminiertem Erdreich abgedeckt.

Ziel dieser Maßnahme, die zunächst an das Muster „aus den Augen, aus dem Sinn“ erinnert, ist die sowohl Abschirmung des Waldbodens vor weiterer Kontamination aus der Umgebung, als auch eine Reduzierung der Strahlungshöhe oberhalb der Säcke.

Um die Wirksamkeit des Konzepts zu überprüfen, werde man bis zum morgigen Mittwoch Strahlungsmessungen durchführen und die Daten auswerten. Mit einer Veröffentlichung wird gegen April gerechnet. Trotz dieses Versuchs werde man weiter um Hilfe aus Tokyo bitten, da in Hirono große Waldgebiete existieren.

Gegenwärtig sind lediglich 20 Prozent der einstigen Bewohner zurückgekehrt, die Angst vor der Radioaktivität hält weiterhin viele Einwohner von einer Rückkehr ab. Das berichtete die NHK.

Präfektur Fukushima fordert Nachbesserungen: Ein Ausschuss der Präfekturleitung, die sich heute erstmalig traf. um den Antrag der Regierung auf die Errichtung von drei Zwischenlagern für radioaktiv belastete Dekontaminationsabfälle zu prüfen, hat sich dazu entschlossen, der Regierung in Tokyo eine Anpassung der Forderung vorzuschlagen.

Damit reagiert die Präfekturverwaltung auf die Widerstände der drei betroffenen Gemeinde Futaba, Naraha und Okuma. Diese lehnen den Bau der Zwischenlager entweder vollständig ab, oder fordern Anpassungen der Regelungen. Die Präfektur Fukushima hatte bereits von Beginn an erklärt, man wolle die Ansichten von Gemeinden in Entscheidungen einbeziehen.

Vizegouverneut Masao Uchibori erklärte die Notwendigkeit, eine Zusammenlegung der potentiellen Lagerstätten zu erwägen und so die Gesamtzahl der Zwischenlager zu verringern. Auch eine Verkleinerung der Anlagen müsse in Betracht gezogen werden. Dies berichten jiji und NHK.

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