Fukushima aktuell: Probleme mit radioaktivem Wasser dauern an

Fukushima aktuell: Probleme mit radioaktivem Wasser dauern an

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Artikelbild - AKW Fukushima: Arbeiten am unterirdischen Lagertank im April 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Arbeiten am unterirdischen Lagertank im April 2013 (Foto: TEPCO)

TEPCO muss vom AKW Fukushima Daiichi erneut eine Negativmeldung über den unterirdischen Lagertank bekannt geben, denn radioaktiv kontaminiertes Wasser führte erneut zu Problemen.

Andere Fukushima News, die aus Japan aktuell gemeldet werden und den Eiswall betreffen, sind dagegen für den Betreiber erfreulicher. Die Einzelheiten gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. April 2016.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Steigender Trend der Betastrahler an unterirdischem Lagertank
  • Temperatur bei Bodengefrierung sinkt weiter

Steigender Trend der Betastrahler an unterirdischem Lagertank: Gestern berichteten wir über einen Anstieg der Betastrahlerkonzentration an einem unterirdischen Lagertank von 87 auf 8.100 Becuqerel pro Liter.

Dieser Aufwärtstrend im Bereich des Lagertanks A17 setzte sich fort. Gestern dort entnommene Wasserproben wiesen nun 9.300 Becquerel pro Liter an Betastrahlern auf.

Jetzt zeigte sich auch ein Anstieg der Tritiumkonzentration. Lagen bei der letzten Messung am 2. März die Analyseergebnisse unter dem Nachweiswert, wurden in gestern entnommenen Proben nun 3.100 Becquerel pro Liter nachgewiesen.

Während an anderer Stelle die Werte unauffällig bleiben und dem Kraftwerksbetreiber TEPCO daher eine wöchentliche Kontrolle ausreichend erscheint, will man in diesem Bereich weiter tägliche Tests durchführen.

Eine Ursache für den Anstieg gab das Unternehmen noch nicht bekannt.

Im Jahr 2013 hatten Lecks an den unterirdischen Konstruktionen zur weitgehenden Aufgabe der Nutzung geführt. Da sich nicht das gesamte Wasser abpumpen lies, befindet sich dort jedoch immer noch stark radioaktives Wasser.

Dessen Belastung mit Betastrahlern liegt bei etwa 1,5 Millionen Becquerel pro Liter.

Bei den Behältern handelt es sich um große wasserdicht abgedichtete Gruben, ähnlich einem großem Gartenteich, die mit einer Abdeckung versehen wurden.

Temperatur bei Bodengefrierung sinkt weiter: Der am 31. März begonnene Kühlprozess macht nach Angaben des AKW-Betreibers TEPCO weiterhin Fortschritte und verläuft bislang ohne besondere Vorkommnisse.

So sei in einem Bereich, in dem vor Beginn der Maßnahme eine Bodentemperatur von zehn Grad bestand, eine schrittweise Absenkung der Temperatur auf nunmehr sechs Grad erfolgt.

Bereits veröffentlichte Bilder zeigen eine leichte Eisschicht um die Rohrleitungen, in denen ein Gefriermittel mit einer Temperatur von -30 Grad Celsius zirkuliert. Über die Fortschritte berichteten Präfekturmedien.

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