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Fukushima aktuell: Proteste gegen Entfernung öffentlicher Messposten

Bürgerinitiative kritisiert umstrittene Maßnahme

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Artikelbild - öffentlicher Strahlungsmessposten (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Präfektur Fukushima: Streit um öffentliche Strahlungsmessposten hält an (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Zu Beginn der Woche wird aus der Präfektur Fukushima heute von Protesten gegen die umstrittene Abschaffung von Strahlungsmessposten berichtet, aber auch Arbeiten am gleichnamigen AKW sind in Japan aktuell ein Thema der dortigen Fukushima News.

Diese und weitere Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. April 2018.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Bürgerinitiative fordert erneut Beibehaltung öffentlicher Messposten
  • Vorbereitung für Öffnung zur Untersuchung an Reaktor 2
  • Kleines Leck von Natriumhypochlorit-Wasser
Bürgerinitiative fordert erneut Beibehaltung öffentlicher Messposten

Eine Bürgerinitiative aus Koriyama (Präf. Fukushima) forderte heute von den verantwortlichen Behörden die Fortführung der öffentlichen Messungen an allen bisherigen Standorten in der Präfektur.

Im März war die schrittweise Abschaffung der Messposten beschlossen worden. Insgesamt 2.400 der insgesamt 3.000 Geräte sollen wegen Überalterung und der offiziell gesunkenen Strahlungsbelastung demontiert werden.

Lediglich an wenigen Standorten mit besonders hoher Belastung sollen sie erhalten bleiben.

Bürger protestieren gegen die Abschaffung und kritisieren die Motivation hinter der Maßnahme. Aus ihrer Sicht erfolgt die Messposten-Entfernung aus Kostengründen.  Man spare neue Geräte und ignoriere dabei den Wunsch nach Sicherheit der Bevölkerung.

Über die wiederholten Proteste berichteten Präfekturmedien.

Vorbereitung für Öffnung zur Untersuchung an Reaktor 2

Bereits im März war die Schaffung einer seitlichen Öffnung am Gebäude von Reaktor 2 des AKW Fukushima in einem allgemeinen Zeitplan für Brennelemente-Arbeiten genannt worden. Ziel ist es, Proben geschmolzener Brennelemente direkt aus dem Inneren zu entnehmen.

Am heutigen Montag wurde jedoch erst einmal damit begonnen, eine Öffnung zu schaffen, durch die Maßnahmen zur Erfassung der Strahlungsdosis und der Konzentration an radioaktiven Partikeln im Baustaub ermöglicht werden sollen.

Über diesen Schritt der Arbeiten berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO, ohne jedoch Bildmaterial hierzu zu liefern.

Kleines Leck von Natriumhypochlorit-Wasser

Heute entdeckten Angestellte des Kraftwerkbetreibers TEPCO gegen 10:34 Uhr (Ortszeit) ein Wasserleck an der Entsalzungsanlage des Turbinengebäudes von Reaktor 4.

Die entstandene Pfütze misst 30 x 60 Zentimeter und als Ausgangspunkt fand sich das Einspeisungsrohr für Natriumhypochlorit. Die Substanz wird eingeleitet, um die Verstopfung wichtiger Teile der Anlage, etwa der Umkehrosmose-Membran, zu verhindern.

Es tritt kein Wasser mehr aus und eine Strahlungskontrolle, sowie eine Analyse des Wassers ergaben, dass die Radioaktivität der Flüssigkeit den Umgebungswerten entspricht. Über den Fund berichtete TEPCO.