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Fukushima aktuell: Radioaktive Asche soll eingelagert werden

Ein Teil der Asche aus Dekontaminationsabfällen soll wiederverwendet werden

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Artikelbild - Asche (Foto: pd)
Präfektur Fukushima: Einlagerung von Asche aus verbrannten Dekontaminationsabfällen angekündigt (Symbolfoto: pd)

Nachdem die vergangenen Tage keine berichtenswerten Ereignisse mit sich brachten, gibt es aus der Präfektur Fukushima heute wieder interessante Meldungen.

So geht es in den aktuellen Fukushima News um die Beseitigung kontaminierter Abfälle, die Eröffnung einer Klinik und Erfolge in der Landwirtschaft. Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. April 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Bau von Lager für Dekontaminationsasche im Herbst geplant
  • Neue Klinik nahe dem AKW Fukushima eröffnet
  • Exportrekord übertrifft Erfolge vor AKW-Krise
Bau von Lager für Dekontaminationsasche im Herbst geplant

Das Umweltministerium plant für den Herbst dieses Jahres den Bau eines Lagers mit mindestens einem Gebäude für die Verbrennungsasche, die bei der Entsorgung von Dekontaminationsabfällen in der Präfektur Fukushima anfällt.

Am gestrigen Montag wurde das geplante Konzept in der Stadt Iwaki (Präf. Fukushima) vorgestellt. Im Rahmen der Maßnahme wird auf dem Gelände der Gemeinden Futaba und Okuma die Anlage entstehen.

In einem zweistöckigen Gebäude aus Stahlbeton sollen die Stahlfässer mit der Verbrennungsasche eingelagert werden. Auch eine temporäre Anlage zur Weiterverarbeitung der Asche ist dort geplant.

Das verarbeitete Material könnte dann beispielsweise bei der Instandhaltung der Straßen in den Zwischenlagern zum Einsatz kommen. Verläuft alles nach Plan, so wird für das kommende Fiskaljahr die Inbetriebnahme aller Einrichtungen vor Ort erwartet.

Von den geschätzten 1,8 Millionen Kubikmetern, die für dieses Fiskaljahr berechnet wurden, sollen etwa 1,1 bis 1,3 Millionen auf das 2,4 Hektar messende Areal in Okuma und die verbleibenden 500.000 bis 700.000 Kubikmeter auf dem 2,3 Hektar Areal in Futaba gelagert werden.

Über diesen Plan berichteten Präfekturmedien.

Neue Klinik nahe dem AKW Fukushima eröffnet

Das neue „Futaba Medical Center“ in Tomioka öffnete am gestrigen Montag seine Türen für Patienten und bietet der Region Futaba damit einen dringend benötigten Dienst. Seit der AKW-Katastrophe vom März 2011 gab es dort kein Krankenhaus mit 24h-Dienst mehr.

Die neue Klinik liegt gerade einmal zehn Kilometer vom Kernkraftwerk Fukushima Daiichi entfernt und wird damit sowohl den Bewohnern der Gegend, als auch den Kraftwerksarbeitern medizinische Hilfe anbieten können.

Das Krankenhaus hat Platz für 30 stationäre Patienten und die Notaufnahme ist, ebenso wie die Abteilung für Innere Medizin, mit 21 Ärzten rund um die Uhr besetzt. Der Transport von Patienten ist auch über einen Heliport für Rettungshelikopter möglich.

Auch die Möglichkeit eines externen Einsatzes von Mitarbeitern, etwa wenn die medizinische Hilfe im privaten Haushalt erforderlich wird, besteht nach offiziellen Angaben ebenfalls. Präventionskurse sollen die Gesundheit von Rückkehrern erhalten.

Über die Neueröffnung  berichtete die NHK.

Exportrekord übertrifft Erfolge vor AKW-Krise

Wie die Präfekturverwaltung gestern bekannt gab, stieg das Exportvolumen von landwirtschaftlichen Produkten der Präfektur Fukushima im Jahr 2017 auf den Rekordwert von etwa 210 Tonnen. Das stellt aber nicht allein eine Verdreifachung der Ergebnisse des Vorjahrs dar.

Tatsächlich ist der Export dieser Produkte damit sogar höher, als vor den Tohoku-Katastrophen vom März 2011 und stellt den höchsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassungen im Jahr 2005 dar.

Doch im Vergleich zu anderen Präfekturen ist die Gesamtmenge vergleichsweise gering und es besteht ein starker Wettbewerb. Hauptabnehmer sind Staaten in Südostasien wie Thailand und Vietnam, so dass sich die Präfektur auf die dortigen Märkte ausrichten wird.

Über den wirtschaftlichen Erfolg berichteten Präfekturmedien.