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Fukushima aktuell: Radioaktives Cäsium an kanadischer Küste nachgewiesen

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Artikelbild - Surfer am Strand von Ucluelet, British Columbia (Foto: pd)
Surfer am Strand von Ucluelet, British Columbia (Foto: pd)

Wenn im Zusammenhang mit der Katastrophe von Fukushima heute von einer kanadischen Küste ein bislang noch nicht aufgetretener Nachweis von radioaktivem Material gemeldet wird, mag das so manchen Leser alarmieren.

Diese und weitere Fukushima News nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 7. April 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Geringe Mengen von Fukushima-Material an kanadischer Küste nachgewiesen
  • Risiko durch Trümmer in Abklingbecken von Reaktor 3 untersucht

Geringe Mengen von Fukushima-Material an kanadischer Küste nachgewiesen: US-Wissenschaftler veröffentlichten am gestrigen Montag Infiromationen, denen zufolge geringe Mengen an radioaktivem Material der Fukushima-Katastrophe an die Westküste Kanadas gelangt sei.

Die Wasserproben waren nach Angaben der „Woods Hole Oceanographic Institution“ (WHOI) im Februar an der Küste von Ucluelet, British Columbia, entnommen worden.

Der Fund ist dabei nicht aufgrund der Konzentration von radioaktivem Cäsium-134 von Bedeutung, da diese mit 1,4 Becquerel pro Kubikmeter und unter den internationalen Werten für Gesundheitsgefährdung liegt. Auch die Menge an Cäsium-137 sei mit 5.8 Becquerel sehr gering.

Die Wissenschaftler verdeutlichen die Unbedenklichkeit mit einem Beispiel: Selbst wenn eine Person in Wasser mit der doppelten Konzentration des jetzigen Wertes über die Dauer eines Jahres täglich sechs Stunden schwimmen würde, wäre dies immer noch mehr als das Tausendfache unterhalber einer einzelnen Kiefer-Röntgenaufnahme.

Die Besonderheit liege vielmehr im Ort des Nachweises. Bislang waren Belastungen, die der Fukushima-Katastrophe 2011 zugesprochen werden, ausschließlich vor der Küste der USA und Kanadas nachgewiesen worden.

Bei der Ucluelet-Probe handele es sich um den ersten Nachweis von radioaktivem Material direkt an einer der dortigen Küsten. Den Zusammenhang mit den Kernschmelzen am japanischen Kernkraftwerk sieht man durch die Halbwertszeit gegeben.

Da Cäsium-134 nur eine Halbwertszeit von zwei Jahren habe, jedoch in diesem Zeitraum keine weitere Kontaminationsquelle bekannt sei, müsse das Material vom Kernkraftwerk Fukushima Daiichi ins Meer gelangt sein.

Trotz der Versicherung, es bestehe keine Gesundheitsgefahr, erklärten die Wissenschaftler, man werde die Entwicklungen weiter verfolgen, da damit zu rechnen sei, dass künftig auch in anderen Teilen der Region das Material nachgewiesen werde. Über den Nachweis berichteten mehrere japanische Medien darunter jiji und NHK.

Risiko durch Trümmer in Abklingbecken von Reaktor 3 untersucht: Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi gab gestern die Ergebnisse einer Trümmeruntersuchung im Abklingbecken von Reaktor 3 bekannt.

Die Dislokation von Verbindungstoren zwischen Abklingbecken und dem oberen Teil des Reaktors durch herabgestürzte Trümmerteile, hatte zu Besorgnis geführt, bei der Entfernung der Trümmer könnte Kühlwasser aus dem Becken mit den Brennelementen  gelangen.

Die Untersuchungen zur Risikobewertung ergaben nun, dass die Trümmer des früheren Brennelementekrans keine massiven Verformungen am Haupttor hervorgerufen hatten. Das Risiko eines Wasseraustritts bestehe somit nicht. Das berichtete die Kyodo.

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