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Fukushima aktuell: Radioaktives Material in tiefer Grundwasserschicht nachgewiesen

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Artikelbild: Offizielles Foto des AKW Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)
Das AKW Fukushima Daiichi: (Foto: TEPCO)

Eine aktuelle Entdeckung am AKW Fukushima Daiichi gibt Hinweise auf die Möglichkeit, dass radioaktives Material auch in tiefere Grundwasserschichten eingedrungen sein könnte. Einzelheiten dieser Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. Dezember 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Radioaktives Material in tiefer Grundwasserschicht nachgewiesen

Radioaktives Material in tiefer Grundwasserschicht nachgewiesen: Kraftwerksbetreiber TEPCO zeigt sich über den Nachweis von stark radioaktivem Material im Grundwasser tieferer Erdschichten besorgt. In einer Wasserprobe die am Dienstag vergangener Woche aus einer 25 Meter tiefen Erdschicht entnommen wurde, konnten mehrere radioaktive Substanzen nachgewiesen werden.

Demnach lag die Konzentration an Cäsium-134 bei 2,7 und Cäsium-137 bei 6,7 Becquerel pro Liter. Betastrahler wie etwa Strontium, wiesen eine Konzentration von  89 Becquerel pro Liter auf. Das Wasser stammt aus einer Erdschicht an der Seeseite unterhalb des Reaktorraums von Reaktor 4. Damit wurde erstmals kontaminiertes Grundwasser aus tieferen Erdschichten entdeckt.

TEPCO verweist zwar auf die Möglichkeit einer versehentlichen Vermischung mit Material aus den stärker belasteten oberen Erdschichten, die entweder direkt bei der Entnahme, oder bei der Analyse erfolgt sein könnte, ist jedoch gleichzeitig darüber besorgt, dass möglicherweise eine weitere Quelle für den Fluss von kontaminiertem Wasser in den Ozean entdeckt wurde.

Die Nachweisstelle befindet sich etwa 130 Meter vom Meer entfernt. Die zehntägige Verzögerung bei der Bekanntgabe der Belastung führt TEPCO auf die Arbeiten zur Analyse anderer Wasserproben zurück.

Das Unternehmen kündigte eine genaue Untersuchung an, die jedoch frühestens im Januar 2014 beginnen soll. Um gänzlich sicher zu gehen werde man die Zusammensetzung des Grundwassers aus den oberen und den tiefer gelegenen Schichten analysieren.

Bereits seit November war es in Wasserproben aus höheren Grundwasserschichten, die an Messposten nahe Reaktor 2 entnommen wurden, zu einem stetigen Anstieg der Werte für Betastrahler gekommen. Der bislang letzte Höchststand stammt vom Donnerstag und betrug 1,9 Millionen Becquerel pro Liter. Hierüber berichtete neben TEPCO auch die NHK.

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