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Fukushima aktuell: Radioaktives Tunnelwasser an Reaktor 2 abgepumpt

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Artikelbild - Versuche mit Spezialbeton (Video: TEPCO)
Bekämpfung von radioaktivem Wasser mit Spezialbeton offenbar erfolgreich. (Video: TEPCO)

Während die Bewältigung radioaktiver Abwässer offenbar Fortschritte macht, stellt sich der Betreiber des AKW Fukushima heute an einer anderen Kraftwerksanlage prüfenden Blicken. Details zu den Fukushima News und sonstigen Meldungen, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. Juli 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Pumparbeiten in Tunneln an Reaktor 2 abgeschlossen
  • IAEA prüft TEPCO-AKW Kashiwazaki-Kariwa
  • Verklappung am Dienstag erfolgreich

Pumparbeiten in Tunneln an Reaktor 2 abgeschlossen: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am gestrigen Dienstag mitteilte, habe man die Pumparbeiten in Tunneln an Reaktor 2 abgeschlossen.

Die Untergeschosse der Reaktorgebäude sind voller Wasser, das aus dem beschädigten Reaktor stammt, dadurch Kontakt mit den Brennelementen hatte und nun extrem hohe Strahlungswerte aufweist.

Die im November begonnene Einspeisung von Spezialzement hatte sich als problematisch erwiesen, scheint aber der aktuellen Meldung zufolge, zumindest an Reaktor 2 erfolgreich verlaufen zu sein.

Der Spezialzement verdrängt das Wasser aus den Tunneln, so dass es leichter abgepumpt werden kann. Nach Angaben von TEPCO wurden etwa 4.500 Tonnen Wasser dort abgepumpt.

Vergleichbare Arbeiten in den Tunneln an Reaktor 3 sollen voraussichtlich im Juli abgeschlossen werden.

Die Entfernung von Wasser aus den Tunneln, soll das Risiko einer Meereskontamination deutlich verringern.

Schätzungen des Unternehmens zufolge beläuft sich die Gesamtmenge in den Tunneln beider Reaktoren auf mehr als 10.000 Tonnen.

Der Betonierung waren gescheiterte Versuche einer Vereisung in den Tunneln vorausgegangen. Über den jetzigen Erfolg berichtete die NHK.

IAEA prüft TEPCO-AKW Kashiwazaki-Kariwa: Ein Team der Internationalen Atomaufsichtsbehörde IAEA, begann am gestrigen Dienstag mit Sicherheitsprüfungen am Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa (Präf. Niigata).

AKW Kashiwazaki-Kariwa: Fahrzeugkontrolle am 30. Juni 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Kashiwazaki-Kariwa: Fahrzeugkontrolle am 30. Juni 2015 (Foto: TEPCO)

Es handelt sich um die erste Prüfung eines japanischen Reaktors durch die IAEA seit der Fukushima-Katastrophe im März 2011.

Das Betreiberunternehmen TEPCO hatte seinerseits um die Kontrolle gebeten. Die Maßnahme soll bis zum 13. Juli laufen.

Neben der Einschätzung bereits bestehender Sicherheitsmaßnahmen, wird auch eine Beratung für mögliche Verbesserungen erfolgen. Anordnungen dürfen die externen Fachleute jedoch nicht erlassen.

Der endgültige Bericht des zwölfköpfigen Teams unter Leitung von Peter Tarren, ist nach Angaben von TEPCO in etwa drei Monaten zu erwarten und wird auch dem Industrieministerium (METI) übermittelt.

Das Unternehmen erhofft sich von einem positiven Bescheid mehr Bereitschaft der Bevölkerung, einem Reaktorneustart zuzustimmen.

Hierfür ist eine auf eine Neustartgenehmigung durch die japanische Atomaufsichtsbehörde NRA erforderlich. Über die Prüfung durch die IAEA berichteten Kyodo, jiji, Asahi Shimbun und NHK.

Verklappung am Dienstag erfolgreich: Gestern wurde am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi eine weitere der standardmäßigen Verklappungen durchgeführt.

Dabei wird sauberes Grundwasser aus den Bergen umgeleitet und in einem Tank auf Unbedenklichkeit getestet, bevor es in den Pazifik geleitet wird.

Hierdurch soll ein Anstieg des Grundwasserpegels unter dem Kraftwerksgelände kontrolliert und die Vermischung mit radioaktivem Abwasser aus Reaktorgebäuden verringert werden.

Wie zuvor verlief die Maßnahme ohne Störungen. TEPCO gibt die Gesamtmenge verklappten Wassers mit 1.165 Tonnen an.

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