Start Aktuelles Fukushima aktuell: Radioaktives Wasser an Betonbarrieren nahe Reaktor 4 ausgetreten

Fukushima aktuell: Radioaktives Wasser an Betonbarrieren nahe Reaktor 4 ausgetreten

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Sandsäcke gegen Wasserleck an Betonbarrieren am 9. November 2013 (Foto: TEPCO)
Sandsäcke gegen Wasserleck an Betonbarrieren am 9. November 2013 (Foto: TEPCO)

Das am Samstag entdeckte Wasserleck an den Betonbarrieren ist der neuste Zwischenfall dieser Art. Am Sonntagmorgen folgte dann ein Erdbeben der Stärke 5,5, das die Präfektur Ibaraki erschütterte. Das dortige AKW Tokai habe jedoch keine Unregelmäßigkeiten gemeldet.

Einzelheiten zu den Fukushima News und mehr zu dem, was im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima heute geschah, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. November 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Leck in Betonbarrieren der Lagertanks
  • TEPCO will Zahl der Arbeiter zur Wasserbekämpfung aufstocken

Leck an Betonbarrieren der Lagertanks: Kraftwerksarbeiter haben einen neuen Austritt von radioaktivem Wasser an der Anlage des AKW Fukushima Daiichi entdeckt.

Artikelbild: Wasserleck an Betonbarrieren am 9, November 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Wasserleck an Betonbarrieren am 9. November 2013 (Foto: TEPCO)

Das am Samstag entdeckte Leck befindet sich in diesem Fall an den Betonbarrieren, welche die Lagertanks umgeben. Der Zwischenfall ereignete sich im Bereich H6 in der Nähe von Reaktor 4.

Bei einem Kontrollgang an den Behältern, in denen radioaktiv belastetes Wassers eingelagert wird, entdeckten die Beschäftigten dort Wasserlachen, die eine Länge von 80 Zentimetern und eine Breite von einem Meter aufwiesen.

Eine Strahlungskontrolle ergab Werte von 140 Becquerel an radioaktivem Strontium pro Liter Wasser. Die Cäsiumwerte lagen dagegen unterhalb des Nachweiswerts.

Die Kraftwerksarbeiter versuchten das Leck durch den Einsatz von Sandsäcken zu stopfen. Arbeiten an Behältern innerhalb des Bereichs wurden eingestellt. Offiziellen Angaben zufolge ist kein kontaminiertes Wasser in den Ozean gelangt.

Das ungewöhnliche an diesem neuen Wasserleck ist, dass es sich zwar in der Nähe des Ventils ereignete, durch das Wasser abgelassen werden kann, wenn im Notfall der Pegel hinter den Betonbarrieren gefährlich ansteigt, das Ventil selbst jedoch geschlossen war, so dass dort kein Wasser austreten konnte.

Als mögliche Erklärung führt TEPCO die Möglichkeit an, dass Fehler in den Verbindungsstücken der Betonbarriere eine Schuld am Leck tragen könnten. Diese Hindernisse bestehen aus Betonblöcken, die durch Metallplatten zusammengehalten werden. Dies erfolgt entweder durch Verschweissung, oder durch die Sicherung mit Bolzen. Über das Leck berichtete neben TEPCO auch die NHK.

TEPCO will Zahl der Arbeiter zur Wasserbekämpfung aufstocken: Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi will neben anderen Maßnahmen nun auch die Zahl der Beschäftigten aufstocken, die mit der Bewältigung der immer wieder auftretenden Wasserprobleme betraut sind.

Die Zahl der für diesen Zweck beschäftigten Angestellten soll demnach von 100 auf 320 steigen und damit praktisch verdreifacht werden.

Zuvor hatte der Elektrizitätskonzern auch geplante Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für Arbeiter und bessere Bezahlung als neue Motivationsmittel angekündigt (Spreadnews berichtete am 8. November 2013).

Durch die zusätzlichen Kraftwerksarbeiter sollen die Belastungen für die beteiligten Kräfte insgesamt gesenkt werden. Das berichtete die Asahi Shimbun.

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