Fukushima aktuell: Radioaktives Wasser nach Taifun ins Meer gelaufen

Fukushima aktuell: Radioaktives Wasser nach Taifun ins Meer gelaufen

2048
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Schlickzaun am 10. April 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Schlickzaun am 10. April 2011 (Foto: TEPCO)(Symbolfoto: TEPCO)

Ein Zwischenfall der sich am AKW Fukushima heute morgen ereignete, führen zu einer Aktualisierung der Fukushima News und einem weiteren Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Juli 2015.

Unser aktuelles Sonderthema:

  • Radioaktives Wasser nach Regenfällen ins Meer gelaufen

Radioaktives Wasser nach Regenfällen ins Meer gelaufen: Am Donnerstagmorgen entdeckten Kraftwerksarbeiter, dass aus einem Entwässerungskanal radioaktiv kontaminiertes Wasser ins Meer gelangt war.

Ursächlich sind nach Angaben von TEPCO die starken Regenfälle durch den Taifun. Diese hätten nicht nur radioaktives Material gelöst, sondern auch die Leistungskapazität einer Sicherheitspumpe überschritten.

Der unkontrollierte Wasseraustritt war um 8:40 Uhr entdeckt worden und eine zwei Stunden später entnommene Wasserprobe aus dem Kanal wies eine Cäsiumkonzentration von 830 Becquerel pro Liter auf.

Dies liegt über dem Grenzwert, ab dem eine Verklappung in das Meer nicht mehr zulässig ist. Durch das Überlaufen im Zuge des Starkregens gelangte jedoch Wasser ins Meer.

Zudem wurde eine Betastrahler-Konzentration von 1.100 Becquerel pro Liter nachgewiesen.

Der unkontrollierte Abfluss radioaktiv belasteten Wassers dauerte noch bis mindestens 17:00 Uhr an. Nach Angaben von TEPCO bestehe derzeit keine Möglichkeit den Austritt in Bälde aufzuhalten.

Bereits im Februar war am gleichen Kanal radioaktives Regenwasser ausgetreten und als Sicherheitsmaßnahme am Ende der Leitung eine Barriere samt Pumpe angebracht, um künftig Wasser vor dem Überlaufen abpumpen zu können.

Über den Zwischenfall berichtete die NHK.

Während die Region Tohoku derzeit nur von schweren Regenfällen betroffen ist, führte der Taifun Nangka auf Shikoku, der kleinste der japanischen Hauptinsel zu Massenevakuierungen.

Die Wetterbehörde gab mehrere Warnungen aus, die neben Südjapan auch den Großraum Tokyo betreffen.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT