Fukushima aktuell: Reduzierung des Reaktor-Kühlwassers geplant

Fukushima aktuell: Reduzierung des Reaktor-Kühlwassers geplant

Wassersparmaßnahmen bei der Reaktorkühlung

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Artikelbild - AKW Fukushima: Blick auf die Reaktoren am 15. März 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Blick auf die Reaktoren am 15. März 2011 (Foto: TEPCO)

Wenn aus der Präfektur Fukushima heute zu hören ist, dass man eine Änderung der Reaktorkühlung plant, dürfte das auf manche durchaus alarmierend wirken.

Nach Darstellung des Betreiberunternehmens TEPCO stellen diese aktuellen Fukushima News allerdings keinen Grund zur Besorgnis dar. Vielmehr handele es sich um eine Chance.

Aufmerksamkeit dürfte die Entscheidung dennoch erregen. Die ersten Aussagen hierzu gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. Oktober 2016.

Unser heutiges Thema:

  • Reduzierung des Reaktor-Kühlwassers im Gespräch
Reduzierung des Reaktor-Kühlwassers im Gespräch

Auf einem heutigen Treffen der Atomaufsichtsbehörde NRA ging es um die Weiterführung der Stilllegungsarbeiten am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi und in diesem Zusammenhang wurde auch die Möglichkeit einer Kühlwasserreduzierung diskutiert.

Täglich werden über den Kühlkreislauf mehrere Tonnen an Wasser in das Innere der Reaktoren eingespeist, um die verbliebenen Brennelemente zu kühlen. Ein Teil dieses Wassers kann nach einer Filterung erneut eingespeist werden.

Jetzt wird erwogen, die eingeleitete Menge von vier bis fünf Tonnen pro Stunde auf drei Tonnen stündlich zu reduzieren.  Dies würde die Bewältigung radioaktiv kontaminierter Abwässer zumindest quantitativ erleichtern.

Im Bezug auf die Kühlung der Brennelemente, liegt die durchschnittliche Temperatur in den Druckbehältern bei 30 Grad. Bei einer Reduzierung des Kühlwassers sei mit einem Anstieg um 7 bis 8 Grad zu erwarten.

Damit läge die Temperatur immer noch deutlich unter dem Grenzwert von 80 Grad Celsius und böte damit ausreichend Spielraum für Schwankungen.

Die Reduzierung der Kühlwassermenge soll schrittweise erfolgen. Geht es nach diesem Plan, wird pro Woche die stündlich eingespeiste Menge um 0,5 Tonnen reduziert. Über das geplante Vorgehen berichteten Präfekturmedien.

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