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Fukushima aktuell: Regierung will sich stärker für Betroffene engagieren

Evakuierte aus Fukushima sollen besser über Unterstützungsmöglichkeiten informiert werden

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Artikelbild - Kokkai - das Parlament. Sitz der japanischen Regierung (Foto: Garam, pd)
Regierung will Betroffene der AKW-Krise in Fukushima besser unterstützen (Foto: Garam, pd)

Dass die Unterstützung der Evakuierten nach den Tohoku-Katastrophen und der AKW-Krise in Fukushima heute wieder zum Titelthema unserer Fukushima News wird zeigt, dass die Probleme dort auch nach mehr als sieben Jahren noch nicht gänzlich gelöst worden.

Am AKW meldet man dagegen nur einen nahezu alltäglichen Zwischenfall. Einzelheiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 11. Juli 2018.

Unsere heutigen Themen aus Fukushima im Überblick:

  • Bessere Unterstützung für  Opfer der AKW-Katastrophe
  • Leck am Multinuklid-Filtersystem des AKW Fukushima Daiichi
Bessere Unterstützung für  Opfer der AKW-Katastrophe

Am gestrigen Dienstag fand in Tokyo ein Treffen von Vertretern verschiedener Ministerien und Behörden statt, bei dem die Maßnahmen zur Unterstützung der Evakuierten diskutiert werden sollten. Dabei wurde ein Maßnahmenkatalog zusammengestellt.

Grundlage war zunächst eine Untersuchung der gegenwärtigen Situation durch Umfragen. Demzufolge gaben 28 Prozent der Betroffenen an, die notwendigen Informationen zum Wiederaufbau des eigenen Lebensunterhalts wären nicht verfügbar.

Zu den Maßnahmen gehört im Wesentlichen eine Verbesserung des Informationsflusses, um es lokalen Behörden und kooperierenden Organisationen zu erleichtern, über Beratungsangebote und Wiedereingliederung für Langzeitarbeitslose zu informieren.

Über diese Planungen berichteten Präfekturmedien.

Leck am Multinuklid-Filtersystem des AKW Fukushima Daiichi

Bereits gestern entdeckten Angestellte gegen 11:14 Uhr (Ortszeit) eine Wasserlache unter der Pumpe von Einheit C des Multinuklid-Filtersystems. Zwar war die entstandene Lache nur 20×30 Zentimeter groß, doch sollten sich später eine Besonderheit finden.

Nachträglich ergänzte Informationen über die Messungen des pH-Werts des Wassers wiesen einen Wert von 11 nach, was bedeutet, dass es sich um eine basische Flüssigkeit handelt. Dies wird von TEPCO mit der Einspeisung von Chemikalien während des Betriebs erklärt.

Da das Wasser innerhalb des gesicherten Bereichs verblieb, gelangte es nicht in die Umwelt und konnte erfolgreich entfernt werden. Als zusätzliche Sicherungsmaßnahme wurde eine Auffangwanne in der Nähe der Entwässerungsventils positioniert.

Weitere Auffälligkeiten gibt es nach Angaben des Betreibers aus Japan aktuell nicht zu vermelden. Über den Zwischenfall berichtete das Elektrizitätsunternehmen TEPCO。