Start Aktuelles Fukushima aktuell: Reparaturübung an Reaktormodell

Fukushima aktuell: Reparaturübung an Reaktormodell

Übung am Modell soll Erkenntnisse für künftigen Einsatz liefern

1155
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Reaktorblock 2 am 15. August 2012 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Dummy-Tests für Künftige Reparaturen angekündigt (Symbolfoto: TEPCO)

Wichtigen Arbeiten gehen Tests voraus – das zeigen auch die aus Fukushima heute gemeldeten Ankündigungen über die Simulation von Reaktor-Reparaturarbeiten. Konkretere Ergebnisse liefern die übrigen Fukushima News – hier geht es um Ruhm und Erde.

Die Details gibt es wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. Juni 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Reparaturversuche am Modell eines Sicherheitsbehälter angekündigt
  • Einlagerung von kontaminiertem Erdreich wird ausgeweitet
  • Dichter aus Fukushima für Twitter-Poesie zur AKW-Katastrophe geehrt
Reparaturversuche am Modell eines Sicherheitsbehälter angekündigt

Ab morgen soll am Technologie-Forschungszentrum in Naraha an einem Modell die Reparatur beschädigter Bereiche eines Sicherheitsbehälters geübt werden, um die Möglichkeiten und Probleme einer solchen Maßnahme zur ermitteln.

Das gaben das  Internationalen Forschungsinstitut zur Stilllegung von Atomanlagen (IRID) und das Unternehmen Toshiba heute bekannt.

Da beispielsweise in Reaktor 2 des AKW Fukushima Daiichi entsprechende Schäden am Sicherheitsbehälter bestehen, sind derartige Übungen ein Teil des Konzepts zur Bergung von Brennelementen und dauerhaften Stilllegung des Kernkraftwerks.

Die Regierung und Kraftwerksbetreiber TEPCO planen, den echten Sicherheitsbehälter mit Wasser zu füllen, um Angestellte vor den radioaktiven Trümmern abzuschirmen. Hierzu müssen jedoch die Schäden im Behälter mit einem Spezialbeton abgedichtet werden.

Welche Erkenntnisse aus dem simulierten Einsatz am Modell gewonnen werden können, bleibt abzuwarten. Über die Ankündigung der IRID berichteten Präfekturmedien.

Einlagerung von kontaminiertem Erdreich wird ausgeweitet

Nach dem Start des Testlaufs einer Sortiermaschine im zentralen Zwischenlager für Dekontaminationsabfälle, gab das Umweltministerium heute weitere Schritte bekannt, die nach der Sortierung und dem Aussieben folgen sollen

Demnach soll der Lagerplatz für das zuvor sortierte Material ausgeweitet werden. Im laufenden Fiskaljahr will man nicht nur die Leistung der Verarbeitungsanlage steigern, sondern auch die Lagerfläche auf 100 Hektar ausweiten.

Das ist das zehnfache der für das Jahr 2016 geplanten Fläche. Hierdurch soll es möglich sein, bis zu 1,3 Millionen Kubikmeter an Erdreich dort unterzubringen. Das Umweltministerium erwägt zudem künftige Ausweitungen.

Das berichten Präfekturmedien.

Dichter aus Fukushima für Twitter-Poesie zur AKW-Katastrophe geehrt

Der Dichter Ryoichi Wago aus der Stadt Fukushima, ist Gewinner des diesjährigen „Prix de poesie de la revue Nunc“ – einem Preis für Poesie, der vom französischen Kulturmagazin Nunc gesponsert wird. Er belegte in der Kategorie für fremdsprachliche Poesie den ersten Platz.

Wago begann fünf Tage nach der Kraftwerkskatastrophe mit dem Versenden seiner Kurztexteüber den Mikrobloggingdienst Twitter. Noch im selben Jahr erschienen sie in Japan in gesammelter Form unter dem Titel „Shi no Tsubute“.

Durch den Preis fühlt sich auch der japanische Verlag Tokuma Shoten, der die Sammlung herausbrachte, geehrt.

Das Werk erschien im vergangenen Jahr durch die Arbeit von Carinne Atlan, die zuvor bereits Werke von Haruki Murakami ins Französische übersetzt hatte, auch in französischer Fassung.

Die offizielle Preisverleihung findet am 19. und 20. Juli im Rahmen eines Literaturfestivals in Frankreich statt. Über die Ehrung berichtete die Kyodo.

Demnach

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here